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Warum Entscheidungen anstrengend sind (inkl. Tipps + Methoden) #36

Inhaltsverzeichnis

Vor dem Kleiderschrank fühlt es sich an, als würde ich eine lebensverändernde Wahl treffen: Was zieh ich heute an? Worin fühle ich mich wohl? Welche Stoffe fühlen sich angenehm an? Was habe ich vor? Was ist praktisch? Wie ist das Wetter? So viel, das in einer kleinen Entscheidung bedacht werden muss. Die Entscheidung, was man morgens anzieht, ist für viele Menschen vermutlich eine Kleinigkeit. Mit ADHS und Autismus fühlt es sich manchmal wie eine unlösbare Aufgabe an. In Podcast Folge #36 und diesem Blogartikel geht es um Entscheidungen, warum sie oft anstrengend sind oder lähmen und wie man mit Methoden und Tipps den Druck etwas verringern kann.

ADHS und Autismus: Ein Innerer Widerspruch

Es ist gar nicht so lange her, da haben sich die Diagnosen ADHS und Autismus gegenseitig ausgeschlossen. Für mich fühlt es sich sehr oft an, als stünden beide in einem Kampf oder widersprechen sich. ADHS fühlt sich für mich impulsiv und nach Begeisterung an, nach Spontanität und Abenteuern, während Autismus sich eher nach Sicherheit, Planungen und Gewohntem sehnt.

Das kann dazu führen, dass ich in Entscheidungen wirklich hin- und hergerissen bin. Wenn ich gefragt werde, ob ich in einen Freizeitpark möchte, sagt die eine Seite: „Auf jeden Fall, wer fährt?“ und zieht schon mal Schuhe an, während die andere Seite panisch im Kreis läuft, wegen fehlender Struktur und der Angst vor Reizüberflutung.

Haupt-Keywords: ADHS Entscheidungen treffen, Autismus Entscheidungen, Überforderung bei Entscheidungen, Entscheidungshilfe Neurodivergenz.

Neben-Keywords: Pro-Kontra-Liste Gewichtung, Worst-Case-Szenario, Entscheidungsparalyse, Coaching bei ADHS, Neurodivergent im Alltag.

Warum Entscheidungen so viel Energie kosten

Die Entscheidung für oder gegen einen Ausflug in einen Freizeitpark passiert in meinem Alltag nur selten. Dennoch ist dieser Widerspruch in mir bei vielen Entscheidungen präsent und immer wieder muss ich abwägen und überlegen, was ich brauche. Es fällt mir leichter, Entscheidungen zu treffen, wenn ich viele Informationen dazu habe. Daher hängt die Entscheidung für ein Outfit an Faktoren wie dem Wetter, was ich für Termine habe, ob ich an dem Tag Sport machen werde, wie ich mich fühle, usw. Diese Faktoren sind ausschlaggebend, ob ich eine Jeans oder eine Stoffhose trage, einen Pulli oder ein Shirt.

Wenn es aber zu viele Optionen gibt, überfordern diese mich schnell. Mich zwischen fünf Jeans für eine zu entscheiden, ist schwieriger, als nur bei zwei Jeans eine Auswahl zu haben. Am stärksten merke ich das beim einkaufen. Ich gehe nicht unvorbereitet in einen Drogerie-, Super- oder Baumarkt. Wenn ich dahin gehe, habe ich eine Liste, mit ganz genau ausgesuchten Produkten. Denn die vielen Optionen, die ich im Laden vor mir stehen habe, führen zur Paralyse und Überforderung.

Die Angst vor falschen Entscheidungen

Ich neige zu Schwarz-/Weiß-Denken. Wenn ich eine Entscheidung treffen muss, denke ich, dass es nur eine richtige geben kann. Und dass furchtbare Dinge passieren, wenn ich die „falsche“ treffen würde. Das setzt mich natürlich auch unter Druck, während ich Entscheidungen treffen soll. Was, wenn ich das Falsche anziehe und mir den ganzen Tag kalt ist? Was, wenn ich mit in den Freizeitpark fahre, aber nach 30 Minuten im Overload bin und wieder nach Hause will? Was, wenn ich nicht mitfahre, aber die anderen den schönsten Tag überhaupt erleben und es für mich bestimmt gar nicht so schlimm wäre?

Ich habe realisiert, dass ich selber meine Entscheidungen nicht sehr fair bewerte. Wenn ich über vergangene Entscheidungen nachdenke, dann sowieso nur über die „falschen“ Entscheidungen. Und mit dem Wissen, das ich heute habe, denke ich, die Entscheidung hätte ich doch besser anders getroffen. Aber was ich oft nicht anerkenne: Ich hatte das Wissen damals nicht. Es ist unfair, mit meinem Wissen die Entscheidung von damals zu bewerten. Viele Entscheidungen, die ich getroffen habe, bevor ich mit ADHS und Autismus diagnostiziert wurde, würde ich heute anders treffen. Aber mit dem Wissen von damals war es in dem Moment die Entscheidung, die ich getroffen habe. Und das ist okay. Ich kanns eh nicht ändern.

Ich versuche also meine vergangenen Entscheidungen nicht mehr so unfair zu bewerten. Dadurch nimmt es mir etwas Druck, wenn ich heute Entscheidungen treffe. Weil ich sie (in diesem Moment) mit meinen Ressourcen und mit meinem Wissen treffe. Und ganz ehrlich: Wie viele Entscheidungen gibt es, bei denen man sich wirklich nicht nochmal umentscheiden könnte? Ja, solche Entscheidungen gibt es, aber die meisten Entscheidungen, die ich treffe, sind nicht so weitreichend. Ich kann mich morgens anziehen und mittags umziehen. Ich kann mich sogar ein drittes oder viertes Mal umziehen, wenn es nötig sein sollte. Dieser Gedanke hilft mir, aus der Entscheidungsparalyse zu kommen.

Praktische Tipps und Methoden um Entscheidungen zu treffen

Nicht für jede Entscheidung braucht man eine Methode, aber manchmal kann es helfen, zu realisieren, was man will und braucht. Schau für dich, was du brauchst und was für deine Situation Sinn ergibt.

Pro & Contra Liste

Ich finde, eine Pro & Contra Liste ist eine gute Ausgangslage, um eine Entscheidung anzugehen. Dadurch findet man einen Einstieg und kann seine Gedanken zu Papier bringen. Wenn du deine Argumente aufgeschrieben hast, kannst du zählen, auf welcher Seite wie viele Argumente stehen. Das ist manchmal aber nicht relevant, wenn es Argumente gibt, die wichtiger sind als andere. Du kannst also auch eine Gewichtung hinzufügen, z. B. von 1 (unwichtig) zu 10 (wichtig). Dann kannst du diese Gewichtung zusammenrechnen.

Was ist grade wichtig?

Vor allem bei größeren Entscheidungen kann man den Blick aufs große Ganze setzen: Was ist dir grade wichtig in deinem Leben? Suchst du Stabilität? Abenteuer? Freude? Ein wichtiger Hinweis darauf können deine Wertvorstellungen sein.

Worst-Case und Best-Case

Ich denke erstmal über den Worst-Case nach. Mehrfach. Und intensiv. Worüber ich nicht automatisch nachdenke, ist der Best-Case, der eintreten könnte. Worüber ich auch nicht oft nachdenke, sind all die Möglichkeiten, die zwischen Worst- und Best-Case liegen und die viel wahrscheinlicher sind, als Worst- oder Best-Case. Aber indem ich darüber nachdenke, komme ich oft zu neuen Perspektiven. Mir hilft es auch, darüber nachzudenken, was passiert, wenn der Worst-Case eintreffen würde. Nicht, wie furchtbar die Katastrophe wäre, sondern ganz pragmatisch: Was würde ich tun? Wen würde ich anrufen? Wer könnte helfen? Was wären die nächsten Schritte? Diese Überlegung hilft mir, weil ich mich etwas vorbereiteter fühle. Und bisher ist kein Worst-Case eingetreten, aber ich habe mich dafür gewappnet gefühlt. Und das ist etwas, das mich wieder handlungsfähiger macht.

Was, wenn es nicht du wärst?

Okay, die Überschrift klingt bestimmt erstmal komisch. Aber stell dir vor, es wärst nicht du in der Position, die Entscheidung zu treffen, sondern eine dir nahe stehende Person. Diese fragt dich um Rat, was sagst du ihr? Was wäre dein Ratschlag, deine Perspektive von außen auf die Situation? Mir hilft dieses Gedankenexperiment, weil es etwas Abstand zur Entscheidung bietet und mich sanfter mit mir selbst umgehen lässt.

Und falls du es noch nicht getan hast, kannst du auch eine andere Person um Rat fragen. Wen würdest du fragen? Was würde die Person dir wahrscheinlich sagen? Oft konnte ich beobachten, dass ich genau denjenigen um Rat fragen möchte, bei dem ich eine klare Vorstellung der Antwort habe. Und zwar die Antwort, die ich hören möchte. Ich muss dann gar nicht mehr um Rat fragen, ich weiß ja schon, worauf ich hinaus will.

Alltagsentscheidungen

Bei Alltagsentscheidungen hilft es mir, meine Optionen zu limitieren. Ich will nicht zwischen vielen Jeans entscheiden müssen, die alle irgendwie ähnlich, aber nicht gleich sind. Also habe ich nur wenige. Ich will nicht 20 Paar verschiedene Socken haben, die sich anders anfühlen oder nicht gleich gut passen. Also habe ich viele Paare Socken, die gleich sind und entscheide nur zwischen kurz und lang.

Beim Einkaufen bereite ich mich gut vor. Ich recherchiere Produkte vorher (z. B. für den Drogeriemarkt). Dann muss ich im Markt nur das Produkt finden (von dem ich weiß, wie es aussieht) und kann es kaufen. Im Supermarkt habe ich eine Einkaufsliste, die auf einem Essensplan für mehrere Tage beruht. Wenig spontane Einkäufe, besser zu Hause alles planen.

Fazit

Wenn ich gar nicht dazu komme, eine Entscheidung zu treffen, weil mir Optionen und Möglichkeiten im Kopf herumschwirren, versuche ich, mich mit Hobbys oder Sport abzulenken. Das macht den Kopf wieder frei, bringt neue Gedanken und Perspektiven. Manche Entscheidungen sind größer als andere. Bei manchen Entscheidungen brauche ich länger als bei anderen. Und manchmal hol ich mir Hilfe, in Form von Coaching oder Beratungen. Es gibt nicht die „perfekte“ Entscheidung. Und ich finde das mittlerweile okay.

Zur Podcast Folge

Dieser Beitrag gehört zur Podcast-Folge #36, wenn dich das Thema interessiert, hör dir gern die Folge an.

Kapitelmarken zur Folge

00:00 Einstieg – ADHS und Autismus
05:18 Entscheidung als Momentaufnahme
08:00 Methoden und Tipps
08:38 Pro Contra Liste mit Extras
11:58 Worst / best case
16:17 Beste Freundin
18:07 Was blockiert Entscheidung?
19:22 Coaching / Externe Hilfe
21:12 Fazit

Transkript der Folge

Das Transkript der Folge wurde automatisch erstellt und kann daher Fehler enthalten.

Vanessa Kunz
Hallo und willkommen zu einer neuen Folge vom Neurodino Podcast. In dieser Folge geht es das Thema

Ich mache diese Podcast Folge, weil das Thema in einer Coaching Session aufgekommen ist, tatsächlich mit einer Hörerin vom Podcast hier. Und da ging es zwar eine relativ große Entscheidung, aber ich finde auch kleine Entscheidungen können sehr überfordernd sein, können sich so lähmend anfühlen, vor allem in einer größeren Zahl. Wenn man viele kleine Entscheidungen treffen muss, finde ich das einfach sehr anstrengend.

Von daher sprechen wir ein bisschen über Entscheidungen und für mich fühlt es sich total oft so an, dass für mich sich so in Impulsivität und Begeisterung und Flexibilität äußert und der Autismus dann so Sicherheit, Klarheit, Strukturen und Pläne möchte und das ist natürlich dann schon ein Widerspruch und genau das passiert aber auch, wenn ich Entscheidungen treffen muss. Also…

Impulsiv möchte ich vielleicht sagen, oh ja, ich möchte unbedingt mit in den Freizeitpark. Und andererseits, wenn ich daran darüber nachdenke, denke ich mir, nein, auf gar keinen Fall. Das ist mir viel zu unsicher, viel zu viele Menschen, viel zu unklar, was da eigentlich alles passiert und nicht planbar genug. Ich möchte nicht in den Freizeitpark. Und genau deshalb ist es für mich häufig schon in der ersten Sekunde einer Entscheidung irgendwie ein innerer Widerspruch.

wenn wir uns aber überlegen, warum sind Entscheidungen so anstrengend oder warum kann sich das Treffen von Entscheidungen so anstrengend anfühlen? Ich glaube, da gibt es sehr viele verschiedene Faktoren, damit reinspielen. Wenn es zu viele Optionen sind, dann fühle ich mich sehr oft paralysiert.

Im Supermarkt zu stehen und sich zu überlegen, was koche ich heute, ist für mich der Endgegner. Das geht nicht. Ich kann mich dann nicht entscheiden. Es gibt ja so viele Möglichkeiten. Deshalb muss ich mir vorher schon zu Hause überlegen, was ich kochen will, damit ich das dann im Supermarkt genauso einkaufen kann.

Es wäre jetzt genauso, wenn ich irgendwie was kaufen würde.

Ich will eine neue Pflanze zum Beispiel kaufen und gehe dafür in den Baumarkt oder in den Pflanzenmarkt, egal wohin, wo es Pflanzen gibt. Und da gibt es mehr als drei verschiedene Pflanzen. Dann sind es für mich oft einfach zu viele Optionen. Und in der Situation, mit sehr vielen Optionen dann eine schnelle Entscheidung treffen zu müssen, ist für mich anstrengend.

Es hilft also auf jeden Fall schon mal, wenn es wenig Optionen gibt. Also nicht zu

Aber es ist auch immer so, dass so Entscheidungen mit einer Angst mit einhergehen. So diese Angst vor der falschen Entscheidung oder vor Konsequenzen, die sich durch diese Entscheidung, ja einfach…

nicht gut anfühlen, wo ich denke, ⁓ nee, ich möchte diese Konsequenzen nicht. Ich möchte also nicht die falsche Entscheidung treffen.

Das heißt, da kommt auch so ein bisschen so ein Perfektionismus oder so ein Druck mit, okay, ich muss jetzt aber die richtige Entscheidung treffen und häufig bin ich da auch total in so einem Schwarz-Weiß-Denken. Also nur eine Entscheidung kann richtig sein, alle anderen müssen ja falsch sein und ich muss mir hundertprozentig klar sein, damit ich die Entscheidung treffen kann, sonst geht das alles nicht. Mittlerweile weiß ich auch, dass

Das Muster von mir ist, dass ich so dazu neige, in Schwarz und Weiß zu denken. Das heißt, ich kann da so bisschen gegen wirken, aber dennoch passiert das sehr häufig, wenn ich Entscheidungen treffen muss.

Für mich fühlt es sich auch immer schwierig an, wenn ich einerseits irgendwelche Fakten oder Informationen habe, also sachliche Dinge, und andererseits aber auch Gefühle, Erwartungen. Das verschwimmt alles so miteinander und ich muss irgendwie vor allem den Überblick behalten über all das. Und wenn ich dann eine Entscheidung treffen muss, alles irgendwie einbeziehen muss.

dann fühlt es sich so bisschen an wie eine unlösbare Aufgabe. Also es wird einfach unfassbar anstrengend, das alles auseinanderzuhalten und zu gucken. Und dann noch die richtige Entscheidung zu treffen, obwohl ich so schnell in dieses Schwarz-Weiß-Denken rutsche. Oder auch einfach paralysiert bin dann, wenn es sehr viele Optionen gibt.

Externe Meinungen beeinflussen natürlich auch immer unsere Entscheidungen. Also sei das jetzt Freunde, Familie, die Gesellschaft, wie wir erzogen wurden, wie wir aufgewachsen sind, das beeinflusst uns ja einfach. Und ich kann mich zum davon schon ein Stück weit trennen. Es war aber auch ein Weg.

und kann gucken, was ist eigentlich das, was ich persönlich möchte? Wo steckt da eigentlich meine Meinung drin und was ist die Meinung der Aber dennoch kann da natürlich eine Erwartung oder Druck oder auch einfach Wunsch von außerhalb kommen, den wir dann mit einbeziehen in unsere Entscheidung und das macht es dann natürlich auch nochmal schwieriger.

Für mich war es wichtig zu wissen, dass auch wenn diese Entscheidung anstrengend ist und ich nicht gerne Entscheidungen treffen muss, aber trotzdem zu wissen, die richtige Entscheidung ist immer in diesem jetzigen Moment. Also eine Entscheidung ist eigentlich nur Momentaufnahme mit den Informationen, mit den Ressourcen, mit der Energie, die ich jetzt gerade habe, kann ich jetzt eine Entscheidung treffen. Wenn neue Informationen dazukommen,

eine neue Entscheidung getroffen werden. Aber jetzt gerade kann ich nur mit den jetzigen Informationen arbeiten. Und das ist total wertvoll, weil das holt mich zumindest so ein Stück weit auch aus dieser Paralyse raus zu sagen, okay, Gott, Gott, es sind viel zu viele Möglichkeiten. Was mache ich, wenn die Entscheidung jetzt falsch ist und so Und gerade was Erwartungen von außerhalb angeht oder auch

gesellschaftliches Konstrukt und so weiter. Entscheidungen sind ja auch immer subjektiv. Also ich entscheide, was für mich die richtige Entscheidung ist. Das kann mein Mann zum Beispiel ganz anders sehen. Das kann meine Familie ganz anders sehen. Das kann die Gesellschaft ganz anders sehen. Aber was ist für mich das Richtige? Was ist für mich gerade am besten? Was ist für mich am sichersten? Was fühlt sich am besten an? Das sind Sachen, die ich subjektiv beantworten kann und die kein anderer so beantworten kann.

Und was mir in dem Zuge auch mal klar geworden ist, man ist ja auch so bisschen unfair, finde ich, wenn man seine Entscheidungen von früher bewertet. Weil meistens ist es ja mit dem Wissen, ich damals hatte, war die Entscheidung damals richtig. Ja, ich wusste es ja nicht besser. Mit dem heutigen Wissen war die natürlich total falsch, Entscheidung, aber ich wusste es nicht besser.

Das heißt, mit meinem jetzigen Stand zu bewerten, was ich damals entschieden habe, ist unfair, weil ich habe einen Vor zehn Jahren wusste ich nicht, dass ich ADHS oder Autismus habe. Das heißt, Entscheidungen, die ich damals getroffen habe, hatten diese Informationen nicht.

Ich finde es jetzt eigentlich unfair, zu sagen, ich habe damals vielleicht falsche Entscheidungen getroffen oder schlechte Entscheidungen getroffen, weil ich konnte es ja einfach nicht wissen. Ich konnte ja nicht wissen, was ich brauche.

Und das nimmt mir dann in der jetzigen Situation, im Hier und Jetzt, ein bisschen den Druck, weil ich weiß, okay, wenn ich nicht mehr die Vergangenheit unfair bewerte, dann bewerte ich hoffentlich in der Zukunft auch die jetzigen Entscheidungen nicht unfair. Das würde ich mir zumindest wünschen.

Kommen wir zu ein paar Tools, ein paar Dinge, die ich nutze, wie ich Entscheidungen treffe, wie ich das angehe. Das ist natürlich super individuell, je nachdem was es geht. Also die Sachen, die ich jetzt sage, sind nicht Dinge, die ich mache, zu entscheiden, was ich essen will, zum Beispiel. Sondern da geht es jetzt eher größere Dennoch glaube ich, sind das Sachen, die man ausprobieren kann, egal wie groß oder klein die Entscheidungen sind.

Weil manchmal hilft es ja auch das im Kleinen auszuprobieren, das dann auf größere Entscheidungen einfach…

hochzuskalieren, das ist das falsche Wort, aber es dann dort anzuwenden. Also ich glaube der absolute Klassiker bei Entscheidungen ist natürlich eine Pro und Kontraliste. Da erzähle ich jetzt hier niemandem was Neues. Und die klassische Pro und Kontraliste finde ich auch schon mega gut. Was ich für mich gelernt habe und gerne mache ist noch mal zu überlegen, jede Option oder Möglichkeit auch zu überlegen, was kostet es mich vielleicht.

Und was gibt mir diese Option auch? Also wenn jetzt zum Beispiel pro und kontra Liste soll ich heute lieber selber kochen oder essen gehen, dann wäre was kostet mich essen gehen wahrscheinlich mehr Geld als das, was ich im Kühlschrank habe, gerade selber zu

gibt mir die Option, essen zu gehen?

etwas mehr Zeit vielleicht oder etwas mehr Energie, weil ich die Energie nicht fürs Kochen brauche. Also das Ganze so ein nochmal anders anzugehen als jetzt nur zu denken, okay, was spricht dafür, was spricht dagegen. Auch auf ein Energielevel zum Beispiel bezogen, auf Finanzen bezogen, auf Werte bezogen, das kann man natürlich auf die Entscheidung dann anpassen.

Und wenn man dann so eine Liste hat mit Argumenten, mit Pro und Contra, dann finde ich es immer noch wichtig, das Ganze nicht zur Seite zu legen, sondern zu überlegen, okay, welche Argumente sind wie wichtig? Also so eine Gewichtung der einzelnen Sachen. Was ist mir wichtiger? Was ist mir weniger Weil dadurch kristallisiert sich auch raus, vielleicht gibt es nur eine einzige Sache bei Contra, die ist aber extrem wichtig.

und viel wichtiger als alle Argumente auf der Pro-Seite, dann ist es eigentlich schon entschieden, obwohl wir, keine Ahnung, 10 Pros und ein Contra haben. Aber das Kontra hat einfach so groß und wichtig.

Das kann man auch zum Beispiel rechnerisch dann machen, wenn man es möchte. Dass man von 1 bis 10 alles irgendwie gewichtet und 10 ist dann eben das Und dann rechnet man am Ende zusammen, wie viel hat das Pro, wie viel hat das Contra.

kommt dann auch auf die Entscheidung an, ob das natürlich Sinn macht oder nicht.

Unabhängig von der Pro- und Kontraliste, bei Entscheidungen finde ich es immer wichtig. Eine Entscheidung hat immer auch was mit einer Priorität zu tun. Also ganz oft priorisieren wir ja im Alltag Dinge, indem wir eine Entscheidung treffen. Also zum Beispiel kochen oder essen gehen wäre jetzt eine Priorität. Zum Beispiel Energie sparen oder Zeit sparen. Da ist dann einfach die Priorität nicht, auf dem sich selber was kochen.

sondern Zeit zu sparen, Energie zu sparen.

Und dann kann man für eine Entscheidung, die gerade im Raum steht, sich eben überlegen, was ist mir wirklich gerade wichtig? Brauche ich gerade Sicherheit? Will ich gerade Weiterentwicklung? Will ich Stabilität? Will ich Freude? Will ich…

soziale Kontakte, was auch immer es ist, was einem wirklich wichtig ist, was ist gerade so die Priorität und inwieweit schließt das vielleicht einen Teil dieser Entscheidung schon aus. Also eine Option zum Beispiel. Oder eröffnen sich dadurch vielleicht auch Möglichkeiten, die man selber noch gar nicht so gesehen hat, wenn man eine Priorität hat, auf die man vorher noch nicht geachtet hat.

Ein weiterer Klassiker bei Entscheidungen ist, glaube ich, über den Worst Case nachzudenken. Was ist denn das Schlimmste, passieren könnte? Was wäre denn jetzt, wenn ich die falsche Entscheidung treffe und alles geht den Bach Ich kenne das von mir, dass ich da sehr schnell reinrutsche und ich denke nie über den Best Case nach. Ich muss mich dazu wirklich zwingen.

überlegen aber was wäre denn wenn genau das gegenteil passiert wenn es richtig gut läuft besser als ich erwarte dass es laufen könnte

Da kann man sich auch mal mit beschäftigen und es vielleicht mal aufschreiben, genauso wie den Worst Case aufzuschreiben und zu gucken, okay was liegt denn dazwischen? Was wäre vielleicht ein realistischer Weg, eine realistischere Lösung oder eine realistischere Konsequenz, so die passieren kann, wenn ich die Entscheidung treffe?

gibt es da vielleicht, keine Ahnung, noch drei Zwischendinge, die ich irgendwie mir vorstellen kann, die passieren Wäre vielleicht objektiv gesehen ein realistischer Mittelweg wirklich möglich? Gibt es da was?

Und wenn man wirklich sehr auf den Worst Case fokussiert ist, was ich zumindest von mir kenne, also der Worst Case erscheint mir trotzdem immer irgendwie wahrscheinlicher als der Best Case. Ich glaube, man nennt es auch Pessimismus. Aber wer Was wären denn Möglichkeiten, mit dem Worst Case umzugehen? Wenn dieser Worst Case jetzt eintreten würde, was würde ich machen?

könnte mich jemand unterstützen? kann ich Rat fragen? Was hat das am Ende wirklich für Konsequenzen diesen Worst Case einzugehen?

Und da auch so eine Gewichtung zu wenn ich jetzt schätzen muss, wie wahrscheinlich ist es, dass der Worst Case eintrifft? Wie wahrscheinlich ist es, dass der Best Case eintrifft? Wie wahrscheinlich ist es, dass die unmöglich alle aufzählbaren Entscheidungen alles, dazwischen liegt, wie wahrscheinlich sind diese ganzen Möglichkeiten eigentlich?

Meistens gibt es ja so viele Möglichkeiten und man sieht sie aber erstmal gar nicht. Also mehr als nur den Worst Case gibt es auf jeden Fall.

Und wenn wir weggehen von einem Worst Case Best Case Gedanken, wir könnten uns theoretisch auch jede Option von einer Entscheidung einfach mal vorstellen, ausmalen und reinfühlen, ob wir da irgendetwas in unserem Körper Ich kann schon mal sagen, bei mir ist es meistens nicht der Fall. Also körperlich merke ich dann nicht unbedingt irgendwas. Aber es könnte so was wie eine Enge sein. könnte Druckgefühl sein oder Ruhe, Leichtigkeit.

Freude. All sowas kann passieren, wenn man sich sowas wirklich detailliert und gut vorstellt.

Wenn wir bei dem Beispiel mit dem Kochen und Essen gehen bleiben, dann wäre Kochen für mich jetzt eher was, was ich mir stressig vorstelle. Also ich merke das nicht in meinem Körper. Aber wenn ich mir jetzt Kochen vorstelle, ist es eher stressig, es dauert lange und es ist anstrengend. Wenn ich jetzt Essen gehen oder Essen bestellen oder so mir vorstelle, dann ist das leichter als selber zu kochen.

und wahrscheinlich auch mit einer größeren Ruhe verbunden für mich.

Also da kann man auch mal überlegen. Es ist natürlich einfacher, wenn man schon mal in ähnlichen Situationen war. Also wenn ich mir jetzt überlege, okay, will ich zum Mond fliegen oder nicht? Ich kann mir nicht vorstellen, wie es ist, zum Mond zu fliegen. Ich kann mir nicht mal vorstellen, wie der Weg dahin wäre. Also nicht mal den in der Rakete, den meine ich nicht, sondern den Weg, bis ich bereit wäre, in diese Rakete zu steigen.

Das ist nichts, was ich mir gut vorstellen kann. Es hilft also, wenn man so Referenzerfahrungen hat, die man dazu ratetziehen kann. Ich kann mir gut vorstellen, wie es ist zu kochen, weil es fünf Stunden her ist, dass ich das letzte Mal gekocht

Es muss halt irgendwie vorstellbar sein für einen, damit das gut funktionieren kann.

Ein weiterer, für mich total wertvoller Weg ist immer, wenn ich so eine Entscheidung habe oder von einem Problem bin, mir vorzustellen, das wäre jetzt meine beste Freundin, die mich um Rat fragt. Mit genau diesen Problemen, mit genau dieser Situation. Weil meistens bin ich sofort viel sanfter, hab viel mehr Mitgefühl und denk mir sofort, ach ja, das kriegen wir schon hin. Ist alles nicht so dramatisch, wie du jetzt gerade denkst.

Es relativiert das alles sofort so ein bisschen und hilft mir total.

Weil es eben so ein bisschen in die Perspektive von einem Beobachter dann geht und nicht mehr, okay, ich habe jetzt dieses Problem, ich muss jetzt diese Entscheidung treffen, sondern es ist so, ja, was würde mir jemand raten, was würde ich jemandem raten? Das ist so lösungsorientierter, finde ich einfach. Das hilft mir.

Und genauso kann man sich aber überlegen, wen würde man denn gerne Rat fragen? Gibt es jemanden, der dir bei dieser Entscheidung helfen könnte? Und wenn ja, was denkst du, was derjenige dir rät? So ganz intuitiv. Wärst du zufrieden mit dem Rat, den er dir gibt? Oder insgesamt auch was erhoffst du dir, dadurch mit der Person zu sprechen?

Erhoffst du dir vielleicht eine Erlaubnis oder eine Bestätigung? Irgendwie Entlastung von den Problemen, dieser Entscheidung, was auch immer?

Es gibt darüber, was man eigentlich will und was für eine Entscheidung da eigentlich schon getroffen ist, aber es noch nicht ganz in dem Kopf angekommen ist. Also das finde ich ist immer ein sehr gutes Gedankenexperiment.

Und wenn man an so einem Punkt ist, man merkt, ja, okay, ich hab scheinbar eigentlich schon so bisschen die Tendenz in die eine Richtung, dann kann man aber überlegen, gibt’s irgendwas, was einen noch blockiert in dieser Entscheidung? Was brauche ich gerade noch, ⁓ diese Entscheidung treffen zu können? Brauche ich vielleicht einfach nur bisschen Zeit, darüber nachzudenken? Brauche ich mehr Klarheit?

brauche ich irgendwo Unterstützung, brauche ich vielleicht Zwischenlösungen für irgendwas, ich mich an den Gedanken erstmal gewöhnen, was auch immer. Weil indem man darüber nachdenkt, was einen blockiert, kann man dann eben Lösungen anstreben. Also wenn mich zum Beispiel eine Angst blockiert, dann kann ich gucken, den Worst Case ausmale, dass ich dann schaue, okay was passiert mit dem Worst Case.

Wie will ich damit umgehen? Wen kann ich im Rat fragen? Wenn ich aber jetzt eine Entscheidung noch nicht treffen kann, weil mir Informationen fehlen, dann kann ich den nächsten Schritt gehen und mir erstmal die Informationen einholen. Also…

Die Reflektion finde ich total wichtig, weil die immer ein Schritt ist, der mich weiterbringt.

Und wie ich am Anfang schon erwähnt habe, Coaching kann auch super sein, ⁓ in so Entscheidungsprozessen in so einer Findungsphase unterstützt zu werden. Und das sage ich nicht nur, weil ich gerne Leute dabei

Wenn ich vor Entscheidungen stehe, dann hole ich mir auch Hilfe und Unterstützung durch Coaching. Und da geht es nicht darum, dass einem die Entscheidung abgenommen wird oder jemand anders entscheidet für einen. Sondern es geht darum, Gedanken zu sortieren, innere Stimmen irgendwie so bisschen auseinanderzuhalten und zu verstehen, wer will da eigentlich was. Zum Beispiel bei ADHS und Autismus, wenn die so Gegenparts sind, ist das natürlich immer spannend.

Es kann helfen, seine eigenen Werte klarer zu sehen oder auch mal den Druck, den man selber verspürt, so ein bisschen zu lindern.

Ich finde Coaching super, ⁓ Entscheidungen gemeinsam zu durchdenken und von allen Perspektiven, von allen Seiten mal zu beleuchten und zu gucken, gibt es da Ecken, die mich blockieren? Gibt es da Dinge, die ich mir noch nicht angeguckt habe, über die ich noch nicht gut genug nachgedacht habe? Was sind Informationen, die mir noch fehlen?

Warum will ich die Entscheidung überhaupt treffen? Also, es gibt so viel, worüber man nachdenken kann. Was aber halt schwierig ist als Person, die selber gerade die Entscheidung treffen muss. Weil meistens kreisen ja die Gedanken auch total da drum. Und man kommt schwer da raus aus diesem Kreis, sag ich mal. Und da hilft Coaching einfach als außen Perspektive noch mal.

neuen Input, Gedanken zu ermöglichen, würde ich sagen.

Ich glaube für mich ist es so, dass ich ein bisschen gelernt habe, dass es keine perfekten Entscheidungen gibt, sondern dass man immer nur mit den jetzigen Informationen Entscheidungen treffen kann und dann eben neu evaluiert, falls neue Informationen dazu Und es ist genauso wichtig, kleine Entscheidungen zu treffen wie große Entscheidungen. Also die Größe der Entscheidung hat eigentlich gar nichts damit zu tun, ob sie wichtig oder unwichtig ist.

Und ich finde, ich mich auch einfach immer umentscheiden. Also es gibt wenige Entscheidungen, die so groß und wirklich große Konsequenzen auch haben, dass ich mich nicht nochmal umentscheiden könnte. Also ich wüsste wirklich gewenig Dinge, wo es nicht die Möglichkeit gibt zu sagen, okay, hey, ich entscheide mich doch nochmal ⁓ Das ist halt auch so eine realistische Perspektive. Man darf immer Hilfe bitten.

in welcher Form auch immer. Und wenn es mir wirklich zu viel wird und ich so das Gefühl hab, sind zu viele Entscheidungen, dann hilft es mir total, den Kopf durch Bewegung frei zu bekommen. Hobbys, also den Kopf frei zu bekommen, mich mit komplett anderen Dingen zu beschäftigen. Unter Leute zu gehen, die überhaupt nicht wissen, dass es diese Entscheidungen gerade in meinem Kopf

weil dadurch eine Pause entsteht und man dann wieder so ein Stück zurückgetreten ist quasi von der ganzen Entscheidungsfindung und sich das noch mal ein bisschen klarer neu angucken kann. Also das ist glaube ich mein bester Tipp, den ich auf Lage habe, dass man durchgehend sich mit seinen Entscheidungen, Problemen, Herausforderungen irgendwie beschäftigt, sondern immer wieder Pause zu machen.

sich mit anderen Dingen zu beschäftigen.

Ich hoffe, dass dir die Folge zum Thema Entscheidungen treffen geholfen hat und du die nächste Entscheidung, die du treffen musst, hoffentlich dann mit Klarheit und relativ entspannt treffen Wenn du Unterstützung haben möchtest in Entscheidungen oder generell in Form von Coaching, dann guck gerne mal auf meiner Webseite vorbei.

Vanessa-Kunz.de Da findest du auch ein Newsletter, wo du dich anmelden kannst und Infos über mich, wer ich so bin, was ich so mache.

Es freut mich natürlich, wenn du den Podcast bewertest und auf deiner Podcastplattform auch auf Folgen drückst. Dann kriegst du immer genau mit, wenn neue Folgen

Und wenn dir der Podcast gut gefällt und hilft, darfst du natürlich gerne auch bei Ko-fi vorbeischauen. Das ist eine Seite, wo man spenden kann. Ist ab einem Euro möglich, ein Betrag deiner Und würde den Podcast unterstützen. Und mich natürlich in dem Fall dann auch.

Warum sollte man den Podcast finanziell unterstützen? Ganz einfach, ich zahle monatlich immer Geld dafür, dass der Podcast ausgespielt wird für das Podcast-Hosting und auch mein Aufnahmeprogramm und so weiter. Das heißt, ich investiere da auch jeden Monat Geld und es kostet mich natürlich auch sehr viel Zeit, so eine Podcast-Folge zu erstellen, erst mal Notizen zu machen, dann aufzunehmen, zu schneiden, hochzuladen und so weiter.

Genau, deshalb freue ich mich über freiwillige Spenden.

Über Koffee.

Falls du irgendwas noch mal nachlesen möchtest aus dieser Folge oder aus anderen Folgen, schau auch gerne in meinem Blog vorbei. Da findest du immer kurze Zusammenfassungen von den Folgen und auch alle Links und Infos noch mal gesammelt zu jeder Podcast-Folge.

Vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal.

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