Mein Lebenslauf ist typisch für ADHS: Ich habe einiges ausprobiert und bin am Ende ganz woanders gelandet. Dennoch haben all meine beruflichen Stationen einen gemeinsamen Nenner: Ich wollte immer Menschen helfen, auf verschiedenste Art und Weise. Was ich jetzt beruflich mache und wie ich dahin gekommen bin, erfährst du ausführlich in Podcast Folge 29. Ich erkläre viel zu meiner Selbstständigkeit, worauf ich im Alltag acht gebe und was mir wichtig ist. In dieser Folge gibt es auch eine ganze Reihe an Reflexionsfragen, die du für dich nutzen kannst. Damit du nicht alle paar Minuten die Folge pausieren musst, um die Fragen zu beantworten, kannst du alle Reflexionsfragen weiter unten kostenlos als PDF downloaden.
Manchmal lese ich Diskussionen, ob Menschen mit ADHS, Autismus oder AuDHS (und generell Neurodivergenz) überhaupt einen Beruf ausüben können, ohne dabei auszubrennen. Und ganz ehrlich, ich glaube für viele Menschen funktioniert eine 40-Stunden-Woche in einem Job langfristig nicht. Zumindest nicht, wenn Bedürfnisse und Herausforderungen unbewusst wirken und langfristig immer weniger Regeneration außerhalb der Arbeit möglich ist. Grade reiz offene Menschen brauchen Zeit und Ruhe, um zu regenerieren. Und das ist mit der heutigen Arbeitswelt oft nicht vereinbar.
Für alle, die sich unsicher sind, wie ihr beruflicher Weg aussehen soll, gibt es die Reflexionsfragen als PDF. Aber auch, wenn du deinen Weg schon kennst, können die Fragen dir helfen, weil du dich und deine Bedürfnisse besser kennenlernst. Und grade die Fragen, die sich schwer anfühlen oder auf die du nicht sofort eine Antwort hast, sind die wichtigen.
Du bekommst die Reflexionsfragen als PDF automatisch zugesendet, indem du unten deine E-Mail-Adresse angibst.
Ich möchte keine intransparenten Marketing-Dinge machen, daher hier ganz offen: Wenn du deine E-Mail-Adresse eingibst, musst du sie einmal bestätigen (einen Button in einer E-Mail drücken). Dann bekommst du die Fragen zugeschickt. Und weil ich persönlich weiß, was passiert, wenn man sowas herunterlädt, bekommst du nach 7 Tagen eine Erinnerungsmail. Vielleicht hilft dir die Erinnerung, damit du dich nochmal mit den Fragen beschäftigen kannst. Du kannst dich natürlich auch direkt nach der ersten E-Mail wieder von der E-Mail-Liste abmelden, wenn du das nicht möchtest.
Optional kannst du dich für den Newsletter anmelden, das musst du aber nicht. Im Newsletter bekommst du maximal eine E-Mail pro Woche. Darin schicke ich dir Impulse aus meinem Alltag und meiner Arbeit, informiere über neue Podcast Folgen oder was noch so neues passiert ist und empfehle gerne Dinge rund um die Themen Neurodivergenz und mentale Gesundheit. Manchmal sind es Accounts auf Social Media, manchmal Bücher, manchmal Videos oder Dokus, manchmal Studien oder Websites. Also eine Mischung aus verschiedenen Themen und Informationen. Du kannst dich natürlich auch vom Newsletter jederzeit wieder abmelden, wenn du das möchtest.
Dieser Beitrag gehört zur Podcast-Folge #29, wenn dich das berufliche Orientierung und mein Weg interessieren, dann hör gern rein.
00:00 Einstieg
02:48 Mein Weg
08:28 Organisation
10:16 Verantwortung / Abschalten
13:55 Sinnhaftigkeit
16:07 Energiemanagement
17:02 Sichtbarkeit
19:57 Tagesablauf / Zeitmanagement
21:41 Berufsumfeld (Reize)
27:35 Optimaler Arbeitsplatz
30:28 Bedürfnisse und Bedingungen
34:02 Soziales Umfeld
38:36 Interessen und Hyperfokus
46:00 Werte
47:29 Diagnosen Kommunizieren
49:05 Selbstständigkeit
51:18 Grader Lebenslauf
52:44 Häufige Berufe bei neurodivergenz
53:20 Unterstützung
55:35 Reflexionsfragen download
56:13 Outro
Willkommen bei einer neuen Folge vom Neuro Dino Podcast.
Heute geht es um Berufe, Berufswahl, wie man sich eigentlich darüber im Klaren wird, ob man für einen Beruf geeignet ist oder nicht. Das klingt jetzt vielleicht erstmal irgendwie abstrakt. Ich lese aber super oft von Leuten, die…
sagen, sie sind total unsicher und auf Treads gibt es das ganz häufig, dass Leute an alle die ADHS haben, an alle die autistisch sind, an alle die Neurodivergent insgesamt irgendwie sind, was habt ihr für Berufe und wie kommt ihr da klar? Von daher, das Thema ist irgendwie präsent, würde ich sagen, in meinem Leben. Auch durch meine eigenen beruflichen Wege bisher.
Und deshalb gibt es jetzt einfach mal eine komplette Folge dazu. Das wird wahrscheinlich ein bisschen Ich werde in der Folge verschiedenste Dinge sagen. Einerseits, wie für mich es aktuell funktioniert, was ich überhaupt mache. Vielleicht wissen es einige auch gar nicht.
wieso was für mich funktioniert oder auch nicht funktioniert, da werde ich mal ganz ehrlich sein. immer mit Reflektionsfragen, mit Punkten, die man sich für sich selber anschauen kann. Das heißt, ich erzähle jetzt nicht nur einfach, was ich den ganzen Tag mache, sondern es kommen immer wieder Fragen, immer wieder Punkte, wo man einfach selber überlegen kann, brauche ich da eventuell noch mal bisschen Bedenkzeit, mir klar zu werden, wie das für mich funktioniert oder weiß ich das vielleicht sogar direkt.
Das heißt, es gibt natürlich nicht die eine einheitliche Lösung für jeden Menschen mit Autismus, für jeden Menschen mit ADHS oder mit AuDHS. Das geht halt leider nicht. Ist wahrscheinlich besser, dass es nicht geht, … Deshalb muss jeder für sich schauen. Und diese ganzen Reflexionsfragen und Punkte, die ich in der Folge erwähne, hab ich auch noch mal zusammengefasst.
Die kann jeder, möchte, einfach von meiner Webseite downloaden. Über eine E-Mail-Adresse. Also ihr gebt eure E-Mail-Adresse ein und dann kriegt ihr es zugeschickt. Automatisch. Also innerhalb von wenigen
Und dann kann man das Ganze für sich so ausfüllen. Entweder alle Fragen oder nur die, die man
Ich werde also auf Herausforderungen eingehen. Auf wichtige Dinge, die ich so gelernt habe. Die…
ich mir überlegen musste, die man sich überlegen kann generell. Und ich denke es ist sinnvoll, wenn
Ja, ich weiß nicht, ob es insgesamt nicht eigentlich immer sinnvoll ist, sich über solche Sachen Gedanken zu machen. Aber wenn man jetzt schon länger in einem Beruf ist oder auch gerade erst frisch drin ist oder auch noch nicht so richtig weiß, ob es das Richtige ist vielleicht, dann könnten so Fragen schon Sinn machen. Weil es geht jetzt nicht nur drum…
möchte ich mit Menschen arbeiten oder nicht, sondern halt auch so ein bisschen die Arbeitsatmosphäre, den Berufsalltag und so weiter, was man sich da einfach anschauen kann.
Zum Einstieg sprechen wir darüber, was ich eigentlich mache und wie ich dahin kam, weil das ist ADHS typisch so ein bisschen ein Kuddelmuddel gewesen. Ich habe sehr viel ausprobiert und darauf werde ich in den späteren Punkten noch ein bisschen eingehen. Deshalb nutzen wir das jetzt quasi als Einstieg. Ich habe verschiedenste Praktika gemacht, bei der Zeitung, bei Apotheken, im Kindergarten, also Kindertagesstätte, Betreuung.
Freiwilliges Soziales Jahr gemacht, also Bundesfreiwilligendienst. Und das war in einer sozialen Einrichtung in einem Brennpunkt für Kinder von 5 bis 16 oder 14 oder so was. Also nachmittags nach der Schule.
Das war sehr cool. Dann habe ich eine pharmazeutisch-technische Ausbildung angefangen, allerdings nicht abgeschlossen. Also ja, Apotheke
Dann habe ich Grafikdesign studiert im Bachelor. Hab mich währenddem schon selbstständig gemacht mit Ernährungsberatung. Da habe ich Weiterbildung zugemacht. Hab aber gemerkt, das ist es nicht so richtig und hab dann in der Selbstständigkeit einfach auf
Grafik und Webdesign umgestellt, gewechselt, wie auch immer man das dann sagen möchte. Hab einen Praxissemester gemacht, während dem Studium, das halt Pflicht ist, im Bereich
Nachdem ich da bisschen Webdesign und Grafikdesign gemacht habe in der Selbstständigkeit neben dem Studium, ich aber auch da gemerkt, dass ist es nicht komplett für mich. Es erfüllt mich nicht 100%. Und habe dann eine Coaching-Ausbildung gemacht. Mache jetzt aktuell auch noch weitere Coaching-Ausbildungen. Das heißt, ich habe eigentlich seit der Schulzeit oder auch schon in der Schulzeit sehr viele verschiedene Sachen ausprobiert mit Praktika und dann Ausbildung, Studium, Selbstständigkeit.
Und das wäre auch das erste, was ich empfehlen würde. Also Praktika machen, auch wenn es nur ein Tag ist, auch wenn es nur eine Woche ist, aber ausprobieren und so richtig hinter die Kulissen der Berufe schauen. Das geht natürlich auch, indem man sich Videos anguckt, indem man sich Podcasts anhört. Es gibt so viele YouTube-Videos über Berufe, über den Berufsalltag, über Leute, die aus ihren Ausbildungen und aus ihren Studien…
aus ihrem Studium, aus Weiterbildungen, was auch immer,
Da kann man auch mal gucken, es vielleicht Videos dazu, man aus dem Beruf dann noch in andere Wege gehen kann. Bei mir gab es zum Beispiel im Studium dann von Anfang an ganz klar geregelt zwei Bereiche. Entweder mache ich quasi den Schwerpunkt Kommunikationsdesign. ist also so Werbung klassisch, sag ich mal. Printwerbung zum Beispiel, Logos und so weiter. Oder digitale Applikationen, also Apps. Eher in eine
digitalere Richtung, dafür habe ich mich dann entschieden. Aber bei manchen Ausbildungen oder auch berufen gibt es ja solche Abzweigungen.
Das ist ja relativ häufig. Solche Bereiche würde ich auch anschauen, weil das kann ja auch was komplett Verschiedenes sein. ich sag jetzt mal IT ist ja nicht alles gleich. Da gibt es ja so viele verschiedene
Diese Bereiche würde ich auf jeden Fall immer mit in Betracht ziehen.
Arzt zum Beispiel ist er jetzt auch nicht jeder. Also jeder Arzt ist ein Arzt, aber es gibt so viele verschiedene Ärzte, so viele Bereiche und ich glaube es lohnt sich da dann auch zu gucken, was habe ich überhaupt für Möglichkeiten, in welche Richtung kann ich mich weiterentwickeln.
Und für mich ist es so, in der Selbstständigkeit, das ist natürlich sehr offen. Also ich kann mich ständig weiterentwickeln in verschiedene Bereiche. Ich kann ja durch mein Wachstum irgendwie auch in verschiedene Richtungen gehen. Und das ist sehr cool. Das ist aber auch insgesamt schwierig. zum Beispiel der Podcast hier. Ich bin sehr dankbar, dass ich das machen kann und finde es sehr geil.
Es war aber eher so eine Schnapsidee und es war eher so ein Ding, was ich gemacht habe und wovon ich fest überzeugt war, dass das zwei Menschen hören, meine Mama und mein Mann. Und das habe ich über Monate gemacht in dem Gedanken, dass meine Mama und mein Mann hier zuhören. Ja, hat sich entwickelt. Sagen wir einfach mal so. Ich lag
das ist natürlich was, was ich
an Flexibilität habe. Ich kann einfach diesen Podcast machen, wenn ich das möchte. Gleichzeitig ist das aber auch eine Schwierigkeit, weil es ist sehr offen eine
Und so entwickeln sich Dinge, so entwickeln sich Ideen, so wächst meine Selbstständigkeit natürlich auch und mein Angebot. Aber gleichzeitig ist es halt das Kernproblem, glaube ich, von vielen Menschen in der Selbstständigkeit. Das sind einfach zu viele Möglichkeiten. Du kannst alles machen.
und keiner hält dich so bisschen in deinem Weg. Das kann halt eine Schwierigkeit sein. Und genau das wäre eine Frage, die man sich vorab stellen sollte. Also brauche ich jemanden, der mich auf diesem Weg hält, einen Chef in irgendeiner Art und Weise oder Abteilungsleiter, Kollegen. Das kann ja ganz verschieden sein. Aber brauche ich quasi jemanden, der mir gerade sagt, okay Vanessa, du bist abgelenkt, du machst gar nicht das, was eigentlich das Ziel ist.
Das kann in der Selbstständigkeit natürlich auch jemanden geben, also Business
Da gibt es auch Menschen, die das machen können, aber es ist natürlich nicht so fest, wie wenn du angestellt bist und einen Chef hast oder einen Vorgesetzten hast.
grundsätzlich finde ich es auch total wichtig, sich zu überlegen, wie gut ist Selbstorganisation insgesamt möglich? Also ich kann mich relativ gut selbst organisieren, merke aber auch, dass ich natürlich trotzdem ADHS habe. Also es ist jetzt nicht so, als wäre ich perfekt im Selbstorganisieren. Aber ich habe halt meine Systeme und
die funktionieren aktuell sehr gut für mich, das heißt ich kann mich organisieren und es funktioniert mal besser mal
Es geht. Sagen wir einfach, es
Es ist natürlich dann auch die Frage, braucht man einen festen zeitlichen Rahmen? Also hilft es einem zu wissen, 8 Uhr ist Arbeitsbeginn und 16 Uhr ist Feierabend, so oder?
ist man lieber so frei in seiner Zeitgestaltung. Also ich wüsste zum
dass ich morgens einfach nicht so konzentriert bin wie, ich sag mal, ab 11 Uhr bis irgendwie 19 Uhr. Das ist so eher meine Kernzeit, wo mein Gehirn gut funktioniert. Wenn ich jetzt aber um 8 Uhr auf der Arbeit anfangen müsste, konzentriert zu arbeiten, würde das bis 11 Uhr nicht gut funktionieren und mich frustrieren. Also da wäre dann vielleicht eher so was wie Gleichzeit.
weiß ich nicht oder ein flexibleres Arbeitszeitmodell als einfach 9 to 5 mäßig wichtig. In meinem Freiwilligendienst war es zum Beispiel so und das habe ich nicht wirklich bewusst gemacht, aber die Arbeitszeiten waren auch perfekt für mich. Der Freiwilligendienst war von 10 bis 18.30 Uhr ungefähr, manchmal ein bisschen
und dann halt noch Samstags dazu. Aber das waren einfach meine Zeiten.
Da hat mein Gehirn gut funktioniert. Ich konnte vorher nicht viel machen, ich konnte nachher nicht viel machen, aber in der Arbeitszeit hat mein Gehirn einfach gut funktioniert.
Und ein grundsätzlicher Punkt, man auch immer drüber nachdenken sollte, vor allem in Bezug auf die
abschalten nach der Arbeit. Also es gibt ja Berufe, bei denen gehst du aus deinem Arbeitsplatz raus und kannst das hinter dir lassen. Und dann gibt es sowas wie die Selbstständigkeit, wo ich nicht wirklich abschalten kann, weil ich bin komplett verantwortlich dafür, dass ich irgendwie finanziell überlebe und…
Ich bin für den Erfolg von meiner Selbstständigkeit verantwortlich und es macht es natürlich schwierig davon abzuschalten und schwierig zu sagen, mir ist das jetzt alles egal und ich mach die Tür zu.
muss man glaube ich für sich abwägen, inwieweit das einem wichtig ist, dass man das kann oder nicht kann. Das ist glaube ich aber sehr ungesund, wenn man nie davon abschalten kann. Also ich lerne das auch immer weiter noch, mehr und mehr davon loszulassen und abzuschalten. Aber es ist schwierig, gerade mit ADHS, weil ich das Gefühl habe, egal was, mein Gehirn arbeitet immer und beschäftigt sich auch immer mit der Selbstständigkeit und es kommen immer Ideen und
Gedanken dahingehend, egal was ich mache.
Was mir sehr entgegenkommt ist so diese Stundenflexibilität. Also ich habe keine vorgeschriebene Anzahl an Stunden am Tag, ich arbeiten muss. Es gibt manche Tage, da arbeite ich extrem viel und manche, da arbeite ich wenig. Es gibt auch irgendwie einen Durchschnitt wahrscheinlich, aber ich bin da nicht so hinterher, dass ich jetzt auf Stunden gucke, sondern eher auf das Ergebnis.
Also es geht mir jetzt zum Beispiel eher darum, die Podcast-Folge zu veröffentlichen und nicht, ob ich zwei Stunden vorher brauche, bis ich sie aufgenommen habe und dann noch mal vier Stunden im Schnitt so, sondern es geht eher
sie ist fertig. Und bei einem Angestelltenverhältnis würde man ja schon darauf gucken, dass es möglichst zeiteffizient ist und in möglichst wenig Zeit möglichst viel geschafft wird, was natürlich auch irgendwie stressig sein kann.
Für mich klappt es in der Selbstständigkeit sehr gut, dass ich Abwechslung habe. Also ich habe aktuell sowohl kreative Projekte an denen ich arbeite, als auch Coaching, als auch technische Dinge. Technik ist nicht so mein Favorite, aber mal ist das auch ganz
generell würde ich sagen, eine Selbstständigkeit hat immer was mit Kreativität zu tun, weil zumindest für mich ist es so, ich…
hab meine Webseiten, habe mein Instagram Profil. Also ich kann mich immer kreativ ausleben. Aber ich habe jetzt gerade auch noch ein Kundenprojekt, wo ich kreativ arbeiten kann und auch bisschen technische Sachen umsetze bei einer Und das ist eben Abwechslung. Mal ist es irgendwie mehr kreativ, mal ist es mehr Coaching. Also es ist aber immer unterschiedlich so. Und ich glaube, das tut mir ganz
Und ich kann mir das eben frei einteilen.
Also ich kann an dem einen Tag merken, okay, ich kriege gerade keinen graden Satz raus, heute kann ich keinen Podcast aufnehmen. Oder ich merke, ich bin in so einer Stimmung, dass ich gerne rede und raus will mit meinen Worten, dann Podcast, easy. Aber das kann ich eben mir frei einteilen und auch so ein bisschen nach Interesse, nach Hyperfokus und so weiter gehen. Und ich kann auch meine Interessen irgendwie mit einbauen, mit einbeziehen.
Also zum Beispiel Häkeln war irgendwie geiles Hobby, hat Spaß gemacht. Ich hab’s wegräumt, die Sachen, aber ich hab’s genutzt. Ich hab das gerne gemacht in meiner Freizeit und dann ging’s im Newsletter ein bisschen darum, es ging im Podcast ein bisschen darum.
Also vollkommen cool, dass ich das quasi für mich nutzen
dadurch bin ich, glaube ich, auch noch mal mehr begeistert von meiner Selbstständigkeit selber. Also, ich glaube, man sollte immer begeistert sein. Aber ich habe halt eine größere Vision. Und die Vision, da brenne ich für. Ich sehe einen Sinn in meiner
Ich sehe, dass ich Menschen unterstützen kann und helfen kann. Und…
Das, was ich mir früher gewünscht hätte, kann ich gerade tun. Wie geil ist das? Also, für mich gab es nicht so einen Podcast, den ich mir anhören konnte. Aber ich mache den gerade für andere Menschen. Und ich weiß, dass denen auch jüngere Personen hören. Ich weiß, dass denen Eltern hören und mit ihren Kindern darüber sprechen können. Wie geil ist
ich brenne so für diese Vision, dass Menschen …
ein leichteres Leben
dass sie besser in ihren Möglichkeiten und in ihrem Alltag klarkommen und dass sie weniger von dem ganzen gesellschaftlichen Druck und Stress abbekommen. Und das ist so meine
und das kann ich mit Coaching halt machen. Ich kann dazu helfen, diesen Punkt zu kommen.
Und ich glaube, das ist was, was natürlich unfassbar wertvoll ist und wichtig ist.
Weil ich auch weiß, wenn ich jetzt einfach nur zum Beispiel Logos oder Webseiten für irgendjemanden mache und ich aber gar nicht so richtig hinter der Dienstleistung stehe, derjenige anbiete, dann erfüllt mich das nicht. Dann ist es schön, dass ich da Geld für bekomme. Aber es ist nicht das, was ich machen will und was ich so für die Welt ein Stück beitragen möchte.
Von daher würde ich das auf jeden Fall als positiv vermerken. Und ich bin mir nicht sicher, ob ich so einen starken Sinn, so einen Warum, so eine Begeisterung irgendwo in einem angestellten Job finden könnte. Also klar, wenn mich jetzt jemand anstellt und ich darf genau das, was ich jetzt mache, angestellt machen, dann schon. Aber das ist natürlich …
unwahrscheinlich sagen wir mal unwahrscheinlich nicht unmöglich aber unwahrscheinlich
Es klappt aber nicht alles immer gut in der Selbstständigkeit, was für mich mal besser, mal schlechter klappt. Was einfach schwierig ist, ist Energiemanagement. Also an manchen Tagen bin ich platt und habe keine Energie. Und dann muss ich mich entweder durchkämpfen, trotzdem einen Podcast aufzunehmen, obwohl das mache ich eher nicht an so Tagen. Aber da muss ich trotzdem was machen, weil ich halt weiß, es macht kein anderer für mich. Es wartet auch keiner drauf, dass ich das mache.
ich bin verantwortlich. Also Energiemanagement ist ein großes Thema. Und auch was mache ich in meiner Freizeit? Freizeit in Anführungsstrichen. Weil je nachdem, was ich in meiner freien Zeit dann mache, habe ich weniger Zeit und weniger Energie für meine Selbstständigkeit. Das heißt, ich muss
immer
abwägen und gucken und überlegen. Und das ist natürlich auch anstrengend.
ich glaube, ich bin auf einem guten Weg, aber der Punkt Sichtbarkeit ist für mich auch einfach super problematisch. Also ich denke, ich bin nicht sichtbar genug. Von außen wird mir sehr oft gesagt, dass ich mega sichtbar bin
ich mach diesen Podcast, den hören sehr viele Menschen. Ich bin irgendwie sichtbar, aber trotzdem hab ich das Gefühl, es ist nicht genug Sichtbarkeit. Das ist
Auch eine Form von Glaubenssatz, den ich so habe.
Aber dadurch, dass ich mich mein Leben lang eigentlich verstecken wollte und unsichtbar sein wollte, nicht auffallen wollte und auf gar keinen Fall angesprochen oder berührt werden
Hier bin ich, ne? Es ist schon ein Unterschied zu vor fünf Jahren. Und an manchen Tagen schaffe ich es einfach nicht sichtbar zu sein, an anderen fällt es mir leicht und schaffe ich es easy.
Aber es braucht halt Energie und es ist beängstigend. da muss da auch Trauma aufgearbeitet werden und da muss wahrscheinlich immer noch Trauma aufgelöst werden, aber es ist einfach was, was mich belastet.
Und ich weiß auch nicht, ob ich jemals das Gefühl haben werde, bin genug sichtbar, weil ich denke jetzt nicht, dass ich irgendwann
berühmt sein möchte oder werde wie, keine Ahnung, Politiker oder irgendwelche Popstars. Das ist ja nicht mein Ziel. Und diese Sichtbarkeit …
Ja, wo ist der Punkt, wo es mir reicht? Also, das ist halt irgendwie komisch.
Aber ich finde Sichtbarkeit, vielleicht mache ich da mal eine eigene Folge zu, ist es viel gruseliger für mich sichtbar zu werden in alltäglichen Dingen. Beim
Keine Ahnung, wenn ich irgendwoher laufe, einfach nur oder mit dem Auto fahre, finde ich viel gruseliger als jetzt hier einen Podcast hochzuladen. Obwohl beim Podcast viel mehr Menschen was von mir mitbekommen, als wenn ich mit dem Auto irgendwoher fahre. Trotzdem finde ich es…
Nicht so gruselig. Ich kann es schlecht beschreiben.
Und was auch mal besser und mal schlechter läuft, ist jeden Fall Akquise. Also ich finde Akquise generell total schwierig und nervig, weil ich fast nur mit unangenehmer Akquise zu tun habe. Also ich bekomme oft Kaltakquise, Anrufe, E-Mails, Post und finde es sehr unangenehm. Und ich bekomme eigentlich selten gute Akquise mit oder sinnvolle Akquise so für mich.
Das ist natürlich auch ein Punkt, es dann für mich, ja, wie will ich das jetzt eigentlich handhaben, ne? Wie will ich Akquise machen? Ich möchte halt niemandem die ganze Zeit auf den Sack gehen mit meinem Angebot. Und das ist natürlich was, was du in der Selbstständigkeit eigentlich machen
Ist aber, glaube ich, nicht mein
Ja, weiß ich nicht. Finde ich schwierig.
Ich hab’s schon teilweise erwähnt, aber was nicht so gut klappt, ist ein geregelter Tagesablauf. Also dadurch, dass ich… Ich hab Termine, aber ich hab keinen … Um acht Uhr geht’s los, dann und dann ist Feierabend. Das heißt, ich hab keine geregelten Zeiten. Ich hab keine wirkliche Freizeit. Es kann immer sein, dass ich mir denk … Es ist jetzt halb zehn Uhr abends, und … Ich hab irgendeine Idee, und die setzt sich jetzt noch um.
Also es gibt quasi kein Abschalten so zu 100 Prozent. Auch dadurch, dass ich auch von zu Hause aus teilweise arbeite, das macht es dann noch mal ein bisschen schwieriger. es ist ein… In mir ist sehr hoher
dieser Leistungsdruck, der jetzt dann natürlich kombiniert mit Druck, was so finanzielles angeht, weil zum Beispiel die Krankenkasse halt einfach jeden Monat abbucht.
Ja, das ist immer da und das ist auch in meinem Kopf, wenn
Freizeit mir selbst nehme.
das macht natürlich schon Druck auf Dauer.
Und dazu was auch ein Punkt ist, wo ich wirklich ein Problem mit habe ist
langfristige Planung bzw. Zeit insgesamt. Also ich habe einfach kein gutes Zeitgefühl. Ich kann nicht einschätzen, wie lange Dinge dauern. kann nicht
Also so ein Jahresplan, Jahresziele oder von mir aus auch monatliche Ziele sind bei mir meistens komplett komisch, weil ich überhaupt nicht weiß, wie lange irgendetwas
Ich kann mir das nicht gut vorstellen.
Und dann schreibe ich halt irgendwas auf und das hat dann null mit der Realität zu tun.
Dann kommen wir jetzt zu den Herausforderungen, man so beim Beruf und im Berufsalltag haben
Und wir gehen erstmal zum Umfeld. Also das gesamte Umfeld vom Job.
Ich beziehe mich da vor allem auch jetzt auf
Bei mir war das so in den Praktikumsachen und auch bei der Ausbildung in Richtung Apotheke.
Dann habe ich gemerkt, dass dieses Hin- und Herspringen, es fällt mir schwer. Also ich kann schlecht zwischen Aufgaben hin- und herspringen, ohne dann wieder lange zu brauchen, bis ich quasi wieder weitermachen kann. Das heißt, wenn ich jetzt irgendeine Aufgabe mache und dann kommt ein Kunde und dann muss ich wieder an die Aufgabe gehen, das braucht irgendwie alles so Orientierungszeit, die ich aber in einem Joballtag dann nicht hätte.
In der Selbstständigkeit kann ich Projekte natürlich irgendwie abwechselnd machen, aber muss nicht so innerhalb von einer halben Minute umschalten. Also es geht nicht so schnell. Ich kann einfach mir zwei Stunden nehmen, um an einem kreativen Projekt zu arbeiten und dann habe ich einen Termin und dann ist halt ein zwei Stunden Fenster. Damit kann ich besser umgehen und ich kann das besser planen. Es ist so ein bisschen kontrollierbarer, als wenn einfach jemand reinkommt und sagt, ich hätte gerne das und das.
Und dann muss ich wieder zurück switchen
Ich kann ganz oft auch den Flow so bisschen nutzen, wenn ich merke, ich bin gerade im Flow, dann mache ich Aufgaben noch fertig oder mache noch eine ähnliche Aufgabe, weil ich gerade so in dem Flow einfach drin bin.
Also das kommt mir zu
Und im Praxissemester war es für mich zum Beispiel immer sehr anstrengend, wenn wir lange Meetings hatten, weil ich da nicht wirklich sinnvoll drin war.
Das Meeting wäre genauso wahrscheinlich gelaufen, wenn ich nicht teilgenommen hätte und teilweise habe ich auch nicht unbedingt irgendwas sagen müssen oder war beteiligt an den Themen. Das heißt, es war natürlich eine tolle Zeit seine Zeit abzusitzen, aber wenn man nicht da ist, seine Zeit abzusitzen, dann frustriert das schon.
Deshalb achte ich auch darauf, dass ich nicht einen Tag habe, ich nur Calls oder Termine aneinander habe, weil ich merke, dass mich das auslaugt. Und natürlich ist es jetzt was anderes in der Selbstständigkeit, weil die Termine, die ich habe, da ist es auch sinnvoll, dass ich dabei bin. Da ist es wichtig, dass ich dabei bin. Aber im Praxissemester hat es mich, glaube ich, so bisschen ausgelaugt, einfach immer in langen Meetings zu sitzen.
wenn das so wöchentliche Meetings waren und es halt einfach nicht wirklich darum ging, was ich überhaupt mache.
Da habe ich aber trotzdem auch für mich mitgenommen, dass ich es hilfreich finde, öfter mal mit Leuten zu sprechen über meine Designs, neuen Input zu bekommen, neue Ideen und das war aber dann nicht in der großen Abteilungsrunde, sondern halt nur mit einer, ja, die mir vorgesetzt war.
Meine Betreuerin, die hat mir dann immer Feedback gegeben und das fand ich total hilfreich. Und deshalb mache ich das in der Selbstständigkeit eben auch und nutze das für mich, also dass ich öfter
mich mit Kunden zusammensetze und wir über Designs sprechen, über technische Aspekte sprechen. Da so ein bisschen in den Austausch zu kommen und nochmal Ideen zu verfeinern und damit das natürlich auch den Leuten passt, die dafür Geld bezahlen.
Und ich hatte beim Praxissemester auch das Glück, dass ich 100 % remote war. ich war, glaub ich, dreimal in dieser Firma und hab ein halbes Jahr da gearbeitet.
Aber ich hatte auch das Gefühl, ich muss wirklich 120 % geben, um zu zeigen, dass ich wirklich arbeite in der Arbeitszeit.
Und das ist natürlich auch
Es gab ja überhaupt keinen Misstrauen mir gegenüber. Und dass ich dann über meine Grenzen gegangen bin und mehr gemacht hab, als ich eigentlich hätte machen müssen und so was, das ist irgendwie auch quatschig. Vor allem bei einem Werkstudentenjob.
weil ich ja Dinge getan habe. Also es war so ein Impostergefühl, dass die Leute denken könnten, dass ich gar nicht wirklich arbeite, obwohl ich arbeite. Und obwohl ich keinen Arbeitszeitbetrug in irgendeiner Form begehe, muss ich dann noch mehr machen. Und das ist halt auf Dauer nicht gesund, das sollte man nicht tun. Und es war sogar so weit, dass ich am Ende, obwohl ich das sollte, durfte und es gewünscht war
habe ich am Ende meinen Praxisbericht nicht in der Arbeitszeit angefangen, hab mir nichts notiert oder so, weil ich einfach gestresst war, dass ich dann Ärger bekomme, was überhaupt keinen Sinn ergibt.
Im Gegensatz dazu ist es in der Selbstständigkeit, dass ich mich selber einteilen kann. Ich muss niemandem beweisen, dass ich arbeite. Das wäre auch komisch. Aber es ist trotzdem so, dass ich selber klarkriegen muss, wie viel Zeit brauche ich eigentlich für
teile ich mir meinen Tag ein? Wie mache ich das? Das ist mit einem fehlenden Zeitgefühl auch stressig.
Aber ich muss es machen, weil es so viele Möglichkeiten gibt. Es gibt so viele Sidequests Und ich muss mich selber auf der Spur halten und priorisieren, was ist gerade wichtig. Und dafür hilft es eben zu wissen, wie lange dauert was und wie viel Kapazität und Energie zieht es dann, damit ich so bisschen zumindest meine Woche planen kann. Und an manchen Wochenplanungen scheiter ich in dem Sinne, dass ich viel zu viel drauf schreibe.
Bei manchen Wochen schreibe ich auch viel zu wenig irgendwie drauf und ich kann das nicht gut
Aber ich glaube, das ist vielleicht Part vom Prozess, dass man das lernt.
Und wenn wir jetzt über das Jobumfeld insgesamt nachdenken, würde ich auf jeden Fall immer überlegen, wie muss der Arbeitsplatz sein? Also was wäre so ein optimaler Arbeitsplatz? Lautstärke mäßig Bewegung oder keine Bewegung drinnen, draußen. muss es immer der gleiche Arbeitsplatz sein oder lieber flexible Arbeitsplätze, verschiedenes? Muss man eher zu Hause arbeiten oder woanders?
Da gibt es vielleicht Reize, die absolute No-Go’s sind. Also intensive Gerüche. Radio läuft. Keine Ahnung, irgendwie sowas. Oder so eine Lautstärke wie im Call Center, einfach durchgehend geredet wird. So Grundrauschen-mäßig.
braucht man eher viel Kontrolle oder wenig Kontrolle vom Arbeitgeber. Also …
Ich weiß gar nicht, ob mir viel oder wenig helfen würde. Aber gibt es zum Beispiel in der Branche so Sachen wie so Kennzahlen, die erreicht werden müssen? Zum Beispiel bei Marketing oder im Sales kennt man das, ich. Oder E-Mails, die abgearbeitet werden müssen. Oder gibt es irgendwie Projekte, die mit Deadlines eingehalten werden? Oder geht es um Kundenkontakt? Also, all solche Sachen kann man ja irgendwie … als Eckdaten …
nutzen.
gerade für Menschen mit Autismus finde ich es unfassbar wichtig, sich zu überlegen, wie sollten optimalerweise Arbeitsanweisungen aussehen? Wie detailliert? Ist es ein eigener Weg oder ein vorgegebener Weg? Gibt es Anleitungen, gibt es Abläufe, Strukturen? Sind die festgelegt oder muss man selber herausfinden, wie das geht?
In der Selbstständigkeit kann ich es natürlich irgendwie selber festlegen, kann mir überlegen, wie ich Dinge mache. Ist aber nicht so gut. Also es wäre manchmal, glaube ich, hilfreich, wenn ich einfach so einen festen Plan hätte, den zu 100 Prozent ausführe oder einen Stundenplan hätte, wo steht, jetzt wir haben neun Uhr und es geht los mit Mathe. Bitte
Ja, aber wie Strukturen genutzt werden. Im Praxissemester hatten wir Projektmanagement Tools und die haben halt sehr viele Möglichkeiten. Für mich persönlich reicht jetzt aktuell ein Google-Kalender, ein Notizbuch und ein bisschen was Projektmanagement Tools.
Und was für mich extrem hilfreich ist, also von zu Hause aus arbeiten ist okay, aber wenn ich in meinem Coachingraum bin und dort arbeite, dann bin ich wirklich fokussiert. Also da bin ich in einem ganz anderen Arbeitsmodus, weil ich da eben nur zum Arbeiten bin. Also alles was ich da mache ist Arbeiten oder mal ab und zu Blumen hießen, aber es ist wirklich so ein Fokus für mich dort zu sein. Und das kann natürlich auch helfen, also nicht.
von zu Hause aus zu arbeiten.
Dann wäre auch noch eine Frage, was für Bedürfnisse hat man und kann man die eventuell oder will man die eventuell durch den Job erfüllen?
Abwechslung im Leben und im Alltag einen Sinn zu sehen. Zum Beispiel ist bei mir sehr stark Flexibilität zu haben, zeitlich oder örtlich. Das können ja Bedürfnisse sein, die einfach da sind. Und wenn man das weiß, kann man eben darüber nachdenken, inwieweit man die in einem Job erfüllen kann oder nicht.
und inwieweit man das vielleicht auch in Kauf nimmt.
weil ich weiß nicht, ob ich einen Job, der für mich keinen tieferen Sinn hat, ob ich den lange machen kann. Ich glaube nicht. Also die Vergangenheit hat gezeigt, dass es eher nichts für mich ist.
Dann wäre auch noch eine wichtige Frage, gibt es Bedingungen, einfach ein K.O.-Kriterium sind? Also bei mir, bin so geräuschemfindlich, ich bin so lärmeempfindlich. Kindergarten oder Schule ist nichts für mich. Viele Kinder auf einem Haufen… Schwierig, ist einfach zu laut. Ich könnte also jetzt auch nicht…
keine Ahnung, die Bäume vor einem Kindergarten schneiden, wenn da gerade Pause ist oder wenn die gerade draußen sind, weil es einfach viel zu laut für mich ist. Außer ich hab dann natürlich Kopfhörer und so weiter. Aber das sind Dinge, die kann man ja rausfinden für sich selber und dann eben überlegen, inwieweit die zutreffen oder nicht zutreffen.
Und in eine ähnliche Richtung ist auch so eine Frage, was zieht dir eigentlich Energie? Und was gibt dir Energie? Weil mir zieht Energie, wenn ich lange in Meetings sitze, ohne dass es für mich einen Sinn hat. Also da sind wir wieder beim Sinn, ne? Also das macht mich einfach fertig. Lärm und auch unklare Aufgaben, weil ich dann viel zu viel darüber nachdenken muss und das alles klären muss und… ne, das mach ich nicht.
Dafür verbrauche ich zu viel Energie, die ich für andere Sachen nutzen könnte. Also das sind so Sachen, für mich wichtig sind, dass die nicht irgendwie in meinem Arbeitsalltag ständig da sind.
Und andersrum, was gibt mir Energie? Ich finde es… Also für mich gibt es nichts besseres, als wenn
geholfen wird.
Und wenn Menschen mir Feedback schreiben oder was auch immer, dass ich merke, Alter, denen ist es jetzt ein Stück leichter gefallen. Die haben einen Schritt in ihrer persönlichen Entwicklung gemacht. Denen geht es jetzt besser. Oder die konnten den Konflikt mit sich lösen. Wie geil! Das ist doch das Geilste, was… Also aus meiner Sicht ist das Geilste, was passieren kann. Und es gibt mir so viel
Selbst so kurze Feedbacks, die mir geschickt werden von Leuten, die den Podcast hören, wo einfach nur steht, danke, dass du den Podcast machst. Das gibt mir Energie und es zeigt mir einfach, wie wertvoll es ist, offen darüber zu sprechen, wie es einem geht und so weiter.
so einen Safe Space zu machen, das ist glaube ich das, was mir Energie gibt, Safe Space zu erschaffen und zu halten für Menschen, die ihn brauchen.
Und das ist dann erstmal egal, ob der virtuell ist, über ein Online-Meeting oder hier über den Podcast oder ob dieser Safe Space vor Ort in meinem Raum ist. Aber dieser Safe Space, der gibt mir Energie, der macht mich glücklich. Auch wenn es das, also wenn es vielleicht zwischendurch auch mal schwere Themen sind.
ist es
wirklich positiv für mich.
Damit sind wir schon so halb im nächsten Thema und zwar das soziale Umfeld des Berufs. In meinem Praxissemester lief… Also ich hatte eigentlich am meisten Kontakt nur mit meiner Betreuerin und das war 100 % geil. Also genauso wie ich mir Kommunikation wünsche, war das. Aber in gesamten Abteilung war es eher schwierig. Sehr viel Kommunikation irgendwie hintenrum und manche Leute sollen das und das nicht erfahren blibablub und das finde ich super anstrengend.
Das möchte ich
Also ich bin ja Fan von direkter Kommunikation.
Generell merk ich aber, dass so eine Teamdynamik mir gut tut.
Ein kleines Team, wo sich jeder kennt. Was auch halt jetzt nicht einfach nur damit man ein Team hat, aber halt ein sinnvolles Team. Das finde ich sehr
Aber da kann man eben überlegen, bin ich lieber im Team, arbeite ich lieber alleine, fällt es mir vielleicht sogar schwerer mit einem Team zu arbeiten.
Im Praxissemester hatte ich, obwohl wir eigentlich zu dritt in der Designerabteilung waren, ich nur mit der teuren Kontakt. Und da ist halt die Frage, will man lieber viele Kontakte, will man lieber wenig Kontakte? Persönliche Präferenz, so ein bisschen.
Ein weiterer Punkt, relevant sein kann, was so die Berufswahl angeht, sind Deadlines. Also im Praxissemester hatte ich extrem wenig Deadlines. Eigentlich war das bei allem so, naja, macht es halt und wenn du fertig bist, bist du fertig. Das hat mich sehr irritiert. In der Selbstständigkeit hatte ich schon sehr viel mehr Deadlines als im Praxissemester.
Manchmal hilft mir der Druck auf jeden Fall und dann kann ich meinen Perfektionismus ein bisschen besser ablegen. Also was so das Design angeht, was ich halt mache, da helfen mir Deadlines. Klar im Coaching ist es jetzt eher selten, dass ich irgendwelche Deadlines habe für mich persönlich. Aber das ist trotzdem feste Termine, sind da glaube ich auch ganz cool für mich.
dass ich so bisschen planen kann, wie meine Woche ist, wie mein Tag ist. Ich kann natürlich auch immer mir selber Deadlines aufstellen. Das funktioniert nur leider überhaupt nicht. Also ich halte mich einfach nicht da dran. Ich weiß nicht warum, aber das interessiert mich nicht. Ich kann natürlich grob planen, wann ich ein Podcast vollbekomme, aber es es ändert nichts an dem, was ich mache. Ich kann mir natürlich sagen, bis …
Am Donnerstag muss die Folge fertig sein, aber es ändert nichts. Und ich glaube, ist was sehr Individuelles. Ob man mit selbst gesetzten Deadlines umgehen kann oder nicht.
auch ob man generell Deadlines braucht oder ob es besser ist, wenn man einfach gar keine Deadlines hat. Auch sich mal zu überlegen, möchte man lieber an langfristigen Projekten oder an kurzfristigen Sachen mitarbeiten? Also ich würde sagen, bei meinen Designprojekten, ist alles eher langfristig. Webseiten, Logos, das dauert halt einfach Monate, bis man da fertig ist und
Kurzfristige Sachen sind dann eher… Also würde ich für mich sagen, ist Coaching, weil man halt immer Themen hat, die sich über einen Termin oder über ein paar Termine ziehen. Aber es ist eher was kurzfristigeres, weil es sind in sich geschlossene Termine.
Und zum Beispiel der Podcast ist auch hier so ein kurzfristiges Projekt. wieder eine Folge aufnehmen, schneiden, fertig machen, hochladen. Es ist irgendwie kurzfristig, ja. Ich weiß auch nicht.
Und ich glaube auch so eine persönliche Präferenz ist, ob man viele Projekte gleichzeitig haben möchte oder immer nur eins nach dem anderen.
Ich war schon immer so, dass ich verschiedenste Dinge gleichzeitig gemacht habe.
mal den Fokus mehr auf das eine, mal auf das andere. Ich glaube, es ist typisch
Ich kann halt damit immer mal wieder so den Fokus ändern und was Neues machen und meinem Gehirn neuen Input geben. Und anstatt immer nur kreativ sein zu müssen, kann ich so auch coachen, kann ich so mich auch weiterbilden, kann ich auch mal technische Sachen umsetzen und so weiter. Es hilft mir auf jeden Fall viele Projekte. Also nicht nebeneinander zu haben, aber immer wieder zu switchen. Es ist auch eine Herausforderung, aber es hilft, glaube ich, meinem Kopf.
anstatt nur das eine zu haben.
Wenn es um einen Berufswechsel geht oder man sich nach neuen Branchen umschaut, dann könnte Hyperfokus bzw. generell Interesse natürlich auch ein großer Punkt
Bei meinem Praxissemester war es so, die Firma hat was mit Robotern gemacht und ich finde Flughäfen richtig geil und so diese ganzen Lagersysteme und so was und Förderbänder und so und in die Richtung habe ich halt dann quasi mitgearbeitet.
weil ich halt kaum was damit zu tun hatte. Aber das Kreativarbeiten ist für mich einfach irgendwas. Ich mag es kreativ zu werden. Und Webdesign hat sich zum Beispiel nur aus einer einzigen Vorlesung für mich entwickelt. Da war der Hyperfokus komplett auf dieser Vorlesung auf Programmieren und Webdesign. Und ich fand es so geil, dass ich mich dann immer mehr damit beschäftigt habe, immer mehr rein gefuchst habe.
Genauso war es auch bei der Ernährungsberatung. Da habe ich auch einen Hyperfokus drauf gehabt und wollte meine eigene Ernährung in den Griff bekommen. Und es hat sich dann entwickelt, dass ich eine Weiterbildung, ein Stipendium dafür bekommen habe und dann die Selbstständigkeit damit hatte. Also es war alles erstmal nur ein Interesse und für mich ist es so, dass ich Routinen eher langweilig finde.
kann nicht gut mit Routinen umgehen.
Und auch so Projekte, die noch mal von vorne losgehen, finde ich ganz schwierig. Also wenn ich das selber jetzt noch mal machen muss, eine Podcastfolge, die aus irgendeinem Grund nicht veröffentlicht werden kann, die ich noch mal neu aufnehmen muss, hasse ich, finde ich ganz unangenehm. Hab ich gar keinen Bock. Also solche Sachen kann man ja vorher schon mal überlegen und dann mitnehmen in die Entscheidungen, was für eine Richtung es gehen soll.
Man kann natürlich überlegen, gibt es Special Interests, man hat, die man für die Berufswahlen nutzen möchte? ich würde sagen, das Malen ein Special Interest war eine Zeit für mich. Und vielleicht auch eher nur ein Hyperfokus. Ich finde die Trennung sehr schwierig, weil es so viele verschiedene Arten gibt zum Malen. Aber…
Wenn ich jetzt als Job nur malen müsste, wäre das richtig kacke. Wenn ich nur kreativ sein müsste, das würde mich ausbrennen, das funktioniert nicht. Ich kann mich aber super gut für Themen begeistern. Also diese Begeisterungsfähigkeit, Impulsivität ist einfach da und dadurch kann ich mich für neue Projekte total schnell begeistern und bin Feuer und Flamme so und kann Leute gut unterstützen in dem was sie begeistert, weil es mich halt mit begeistert.
Aber es gibt halt dann auch Sachen, die gehen einfach gar nicht für mich, weil sie zu langweilig sind. Und die sind so beschissen langweilig, dass es mir richtig schwer fällt, das zu machen. Das ist so Buchhaltungssachen,
Verträge, AGBs, Akquise, klassisches Marketing, so, das nervt mich einfach. Und ich weiß, in der Zukunft kann ich es vielleicht irgendwie ab.
und muss es nicht immer machen. Aber am Anfang muss man natürlich trotzdem immer erstmal da durch. Aber da ist halt die Frage, macht man Dinge? Also kann man sich überwinden zu Dingen, die beschissen langweilig sind? Und ich sage, bei mir ist es mal mehr, mal weniger. Kommt darauf an, wie groß der Druck so ein bisschen ist.
Aber das sind vielleicht auch so bisschen Ausschlusskriterien, was man dann vielleicht nicht machen möchte. Man kann aber auch schauen, was war früher eigentlich interessant für einen. Also was hatte man früher so für Interessen? Was hat einen früher
Gibt es vielleicht Dinge, die einen Hyperfokus oder nur einen Fokuszustand auslösen? Relativ häufig. Dann könnte man das vielleicht auch nutzen für eine Arbeit.
Also so diese generellen Interessen kann man sich natürlich auch mal aufschreiben. Ich glaube bei ADHS ist es auch so, dass man einfach sehr viele Interessen hat und die sich sehr schnell wechseln.
und passend zu Interessen? Sprechen wir über Stärken und Schwächen? Wie können unsere Stärken hilfreich sein? Wie können unsere Schwächen problematisch werden? Das sollte man sich überlegen. Nicht weil im Vorstellungsgespräch gefragt wird, sondern weil es tatsächlich relevant sein könnte für so einen Job.
Im Gegensatz zu anderen neurotypischen Menschen, habe ich andere Perspektiven auf Probleme und kann die anders lösen. Ich habe da irgendwie möglich eine andere Perspektive und schlage dann was vor, von dem ich denke, das ist so offensichtlich, das müsste ja jeder wissen. Aber niemand hat daran gedacht. Und das ist glaube ich was, was man nutzen kann für seine
Auch Kreativität ist natürlich was, was Probleme lösen kann. Und…
Perfektionismus, bin ich ehrlich, sehe ich eher als Schwäche als als Stärke, aber auf Details zu achten. Und das natürlich gerade in Kombination mit ADHS ganz gut, um so diese Flüchtigkeitsfehler es gibt halt einfach Schwächen, die für mich Dinge ausschließen. Also zum Beispiel Telefonieren. Ich finde Telefonieren so furchtbar. Ich möchte nicht angerufen werden. Ich möchte nicht anrufen.
Also ich kann keinen Job machen, ich viel telefonieren muss. Außer ich maskiere 100 % und dann weiß ich, dass ich in der Probezeit schon aufhöre, weil ich es nicht schaffen werde.
In der Selbstständigkeit ist es zum Beispiel so, dass ich sage, ich möchte nicht telefonieren, bitte ruft mich nicht an. Und es läuft alles über meine Webseite und über E-Mail.
Und natürlich bin ich auch bereit zu telefonieren wenn die Umstände das erlauben und es wichtig ist, dann telefoniere ich auch. Aber es kostet mich sehr viel Energie und deshalb versuche ich darauf zu verzichten und wenn jemand sagt, er möchte gerne telefonieren, dann kann man vielleicht auch einen Zoom-Call machen, sodass man zumindest noch Mimik und Gestik und so weiter sieht. Aber ja, nicht telefonieren ist auf jeden Fall ein Ding, ist eine Schwäche.
Weil viele Leute es halt auch nicht verstehen können.
Bei den Schwächen kann man natürlich auch gucken, gibt es Dinge, die vom Arbeitgeber ausgeglichen werden können oder durch ein anderes Umfeld.
Also im Callcenter könnte man die Schwäche nicht telefonieren zu können, jetzt nicht unbedingt gut ausgleichen. Aber wenn es jetzt so generell Kundensupport geht, dann kann man vielleicht eher eine andere Abteilung und macht halt E-Mail Support oder sowas. Also je nachdem was die Schwäche ist, glaube ich schon, dass man das ausgleichen kann. Wenn man es aber wirklich vorher klar hat und wenn man auch identifiziert was genau, fällt mir schwer. Also wenn ich jetzt einfach sage, ich möchte nicht telefonieren, ist es vielleicht schwieriger das auszugleichen.
als zu
ich möchte nicht anrufen. Das finde ich schlimmer als angerufen werden. mir fehlt quasi die Mimik und die Gestik einer Person. Mir fällt es schwer, die Sachen zu interpretieren. Und mündliche Kommunikation finde ich schwieriger als schriftliche. Gerade wenn es Arbeitsanforderungen und Arbeitsaufgaben und sowas geht.
Und das wäre ja dann schon sehr viel mehr an als Punkt, wie man das ausgleichen kann, wie man das lösen kann. Also machen wir halt ein Teams-Meeting und schreiben am Ende eine Zusammenfassung. Problem gelöst. So.
Also sich genau anzugucken, was ist die Schwäche und worum geht es genau. Und dann kann man natürlich auch seine Werte einbeziehen. Also mir ist zum Beispiel Abenteuer irgendwie wichtig in meinem Leben. Wie kann ich das in meiner Selbstständigkeit einbauen? Wie kann ich das in meinem Beruf einbauen? Mir ist Zuverlässigkeit extrem wichtig. Und ich merke, wenn Dienstleister nicht zuverlässig sind, bin ich richtig, richtig genervt davon.
Das kann ich aber halt für meine Selbstständigkeit nutzen. Also ich möchte schon jemand sein, der sich an Absprachen hält und pünktlich ist und zuverlässig ist.
Ich bin eher ein offener Mensch und ehrlich, direkt. Und das ist vielleicht auch was, was nicht unbedingt in sehr konventionelle Berufe passt. Also, Bankberater wäre jetzt vielleicht schlecht.
ich hab ein Tattoo. Bankberater wird’s nicht mehr.
Und ich bin auch sehr harmoniebedürftig bzw. konfliktscheu. Ich finde Konflikte sehr anstrengend. Die rauben mir sehr viel Energie und nehmen sehr viel Platz ein in meinem Gehirn.
Das heißt so wie im Freiwilligendienst mit Kindern zu arbeiten, wo durchaus ständig Konflikte sind unter den Kindern und mit Kindern, die sich nicht an Regeln halten. Mit Jugendamt und teilweise Polizei und all sowas.
ist vielleicht nichts, was ich auf Dauer machen kann, weil es mich sehr, sehr, auslaugt.
so eine Diagnose, wenn man eine hat oder den Verdacht hat oder auch mehrere Diagnosen ist auch immer die Frage, will man die mitteilen oder nicht? Gibt es Nachteilsausgleich, die man irgendwie in Anspruch nehmen kann, wenn es jetzt Ausbildung, Studium, Schule, was auch immer ist? Kann der Arbeitgeber was ändern, was dir hilft?
Das ist so individuell, da tue ich mich auch sehr schwer Tipps zu geben, weil es kommt natürlich auf die Betriebsgröße an. Gibt es ein Betriebsrat und so weiter. Was genau sind die Diagnosen? Also das muss man sich wirklich im Detail angucken.
Bei moderneren Unternehmen, also die nicht jetzt… Ja, einfach bei moderneren Unternehmen, würde ich vielleicht tendenziell sagen, kann man es eher erst mal sich im eigenen Umfeld umhören, welche Arbeitgeber gibt es, die tatsächlich gut sind. Und natürlich, ein Arbeitgeber ist irgendwie immer profitorientiert und es läuft nie alles gut, muss man auch einfach sagen.
Aber gibt es Arbeitgeber, cool sind? Gibt es Arbeitgeber, die vielleicht…
Ja, tatsächlich auf mentale Gesundheit achten und sich da dann mal umzuhören und aber auch trotzdem immer wieder die Vor- Nachteile abzuwägen.
Und am Ende aufs Bauchgefühl hören, glaube ich, das ist das Wichtigste.
weil man kann nie alle Variablen sehen, kann nie alles kontrollieren, man kann es nie genau durchplanen und egal wie viele Pro und Kontra-Listen und Informationen man hat, am Ende ist es die Zukunft und die ist nicht festgeschrieben.
Und weil ich das Gefühl habe, ich habe jetzt so bisschen Werbung für Selbstständigkeit gemacht, möchte ich da auch noch ein paar Worte zu verlieren. Also Selbstständigkeit ist sehr viel
Gerade am Anfang. Und niemand sagt dir, was du wissen musst. Und das ist wirklich heftig, weil alle Leute erwarten, dass du weißt, was du wissen musst. Aber niemand sagt es dir. Es steht nirgendwo so.
Verpackungslizenzen, du Sachen verkaufst, irgendwelche Regelungen, branchenspezifisch. Natürlich ist die IHK zum Beispiel ein super guter Ansprechpartner. Man kann auch sehr viel selber recherchieren. Man kann einen Steuerberater mit ins Boot holen. Man kann Leute, die schon selbstständig sind, fragen. Man kann Business-Coaches Man muss sich trotzdem selber organisieren.
Und gerade der Anfang kann so überfordern, weil es einfach so viele Sachen gibt. ich krieg das auch immer wieder mit, dass Leute sich, ja, dass die einfach einen Gewerbe anmelden, irgendwas verkaufen und haben kein Impressum. Oder die wollen ein Buch verlegen und wissen nicht wie und so was. Und das ist auch okay, weil irgendwo muss man immer anfangen. Aber gerade in den ersten Monaten ist so viel und so überwältigend.
dass ich sage, wenn es möglich ist, hol dir jemanden an deine Seite, der dich in irgendeiner Form berät, coacht und dir hilft. Weil du ansonsten Sachen übersiehst, weil du Sachen nicht wissen kannst und weil du sonst frustriert bist.
Und gerade was steuerliche Regelungen angeht und sowas muss man sich selber reinlesen und muss man sich selber informieren, auch wenn es richtig nervig ist.
Und es gibt halt auch kein Rezept für Erfolg. Also es gibt ja dann auch viele Business Coachings, die sagen, du musst nur das und das machen, lange genug und du hast Erfolg. Und ich glaube nicht, dass es 100 % wahr ist.
Ich hab auch das Gefühl, das ist meistens auf neurotypische Menschen ausgelegt, dieses nimm meine Anleitung und mach genau das und dann hast du Erfolg. Ja, aber wenn es 100 % unauthentisch ist, weiß ich nicht, ob das dann wirklich Erfolg haben kann.
Generell zum Thema ADHS, Autismus, AuDHS und Beruf möchte ich sagen, wir haben einfach ein großes Risiko für Burnout, ein autistisches Burnout. Wir haben ein hohes Risiko dafür, auszubrennen in diesen Jobs. Wenn du das Gefühl hast, dass eine 40-Stunden-Woche dich überfordert, dann reduziere deine Stunden, Wenn das finanziell drin
Wenn du das Gefühl hast, kannst nicht mehr bei deinem Arbeitgeber bleiben oder in deinem Beruf bleiben, wechsel, mach was Neues. Und wenn dein Lebenslauf komplett zerschossen ist, es geht um dich und deine Bedürfnisse.
Also ich verstehe nicht, wie es gut sein kann, wenn man immer das Gleiche macht, immer in der gleichen Firma über Jahre. Ich weiß nicht, wie das attraktiv sein soll für einen Arbeitgeber dann. Aber…
Mach deine Erfahrungen und mach das, was dich glücklich macht, weil wir wissen halt nie, wie die Zukunft ist.
Und für mich ist wirklich der wichtigste Punkt, bist du ein Mensch, der wirklich eine sinnstiftende Tätigkeit braucht, nicht daran kaputt zu gehen? Oder kannst du einfach das Geld nach Hause holen und dann ist gut für dich? Weil das ist eine intrinsische Motivation und es ist beides gleich in Ordnung. Es ist nicht besser oder schlechter, wenn du das eine oder das andere hast. Aber es ist wichtig, glaube ich, für sich selber das klar zu haben.
Was ich so mitbekomme, häufige Berufe bei Menschen mit Neurodivergenz sind soziale Dinge. irgendwie uns zieht es alle in die sozialen Berufe. Kreative Berufe, aber auch nur bis zu einem bestimmten Punkt. Eben weil dieser Ausbrennfaktor so groß ist. Auch technische Sachen, IT, Programmieren, wo ganz klare Regeln gelten. Das ist glaube ich auch was, was viele catcht.
und die Selbstständigkeit, also mit einem tieferen Sinn im eigenen Tempo und eigenes Arbeitsumfeld zu haben, das sind glaube ich die Punkte, die da spannend sind.
Und wenn du merkst, dass du Glaubenssätze hast, jegliche Art, wenn du denkst, ich kann doch jetzt nicht den Arbeitgeber wechseln. Das macht man nicht. Das ist brotlose Kunst. Damit kann man kein Geld verdienen. Solche Sachen. Dann such dir Unterstützung, die dich da an die Hand nimmt, die dir hilft, dass du diese Glaubenssätze auflösen kannst. Das kann Coaching sein. Das kann, wenn du…
einen guten Therapeuten und überhaupt einen Platz findest, Therapie sein.
Insgesamt beim ganzen Thema Beruf kann man sich natürlich Unterstützung holen durch Berufscoachings. Generell würde ich aber da auch immer darauf achten, dass es Neurodivergenz geeignet ist.
wenn das Gehirn anders funktioniert, dann braucht man noch angepasste Betreuung dafür und
Warum sollten wir nicht auch darauf achten, dass wir dann bei Menschen und Unterstützung holen, die überhaupt erst mal verstehen, dass unser Gehirn anders funktioniert?
Man kann aber auch online zum Beispiel Berufetests machen, kann Sachen ausprobieren, Schnuppertage, Praktika, Videos angucken, habe ich schon vorhin mal gesagt gehabt. Mit anderen sprechen, in der Community, sei das jetzt auf Threads oder dem ADXS-Forum, im Umfeld, in Selbsthilfegruppen, mit seinen Therapeuten oder Ärzten. Es gibt Berufsmessen und Online-Veranstaltungen, wo man sie informieren kann.
All sowas kann man nutzen als Informationsquelle.
Und dann am Ende hilft es nur, in den Job zu gehen und zu gucken, weil jeder Arbeitgeber ist anders, jedes Arbeitsumfeld ist irgendwie anders. Wenn der Job auf dem Papier gut ist, es trotzdem sein, dass die Realität anders aussieht. Und andersrum natürlich auch, auf dem Papier kann es erstmal merkwürdig sein und dann im Endeffekt auch richtig gut.
Also in der Praxis muss man das Ganze immer wieder testen und ausprobieren.
Und ich glaube, das, was wir alle lernen müssen, ist, auf unser Bauchgefühl zu hören.
Und das sage ich als jemand,
immer regelmäßig nicht weiß, ob er Hunger hat oder ein schlechtes Bauchgefühl oder Bauchschmerzen oder was auch immer. Aber wir haben ein Bauchgefühl, wir müssen nur wieder dahin kommen, das zu fühlen.
der Folge erwähnt, die ganzen Fragen und Punkte, die ich genannt habe, kann man über meine Webseite einfach downloaden.
Dafür gehst du auf vanessa-kunz.de und auf der Seite findest du jetzt auch immer wieder nochmal tiefer gehende Informationen zu den Podcast-Folgen. Das heißt, wenn du nochmal was nachlesen willst oder die Links suchst von Dingen, die ich erwähnt habe, dann findest du das jetzt auf meiner Webseite. Da kommen nach und nach auch noch alle alten Folgen, weil ich höre euer Feedback und ich setze es gerne um. Das heißt, schau da gerne vorbei.