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Buch: „ADHS – was isn das eigentlich“ – mit Sophie Weigand #25

Inhaltsverzeichnis

Sophie und ich sprechen über das Buch „ADHS – was isn das eigentlich“ und über unsere Erfahrungen und Erkenntnisse mit verschiedenen Meditationen. Außerdem sprechen wir über Selbstdiagnosen und die Verantwortung auf Social Media. 

📖 Infos zum Buch:
Die Werbung, die wir für das Buch machen, ist nicht beauftragt und auch nicht bezahlt. Wir mögen das Buch beide sehr gern und freuen uns, wenn ein paar Menschen auf das tolle Buch und die Autorin aufmerksam werden.

„ADHS – was isn das eigentlich“

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Zur Podcast Folge

Dieser Beitrag gehört zur Podcast-Folge #25, wenn dich das Thema interessiert, hör dir gern die Folge an.

Kapitelmarken zur Folge

00:00 Buch: ADHS – Was isn das eigentlich?
11:46 Verantwortung in sozialen Medien
19:09 Tipps und Tricks
35:54 Buch Informationen

Transkript der Folge

Das Transkript der Folge wurde automatisch erstellt und kann daher Fehler enthalten.

Vanessa Kunz (00:00)
Willkommen zu einer neuen Folge vom Neurodino Podcast. Es freut mich sehr, dass diese Folge wieder eine Gastfolge ist. Und zwar ist noch einmal die liebe Sophie zu Gast. Sie ist Autistin mit ADHS und Buchhändlerin und bietet auch Korrektorat und Elektorat an. Von daher ist sie die perfekte Person, stundenlang mit ihr über Bücher zu sprechen. Und genau das machen wir Links, Infos, Social Media und so weiter von Sophie findet ihr natürlich unten in der Beschreibung.

Genauso wie die Infos zum Buch über das wir sprechen. Wir werden hier nichts spoilern. Das heißt, wenn ihr das Buch selber kaufen wollt, könnt ihr das immer gerne einfach

und die Autoren unterstützen.

weder Sophie noch ich, sind in irgendeiner Form gesponsort oder mit den Autorinnen irgendwie in Die wissen nicht, dass wir ihr Buch hier vorstellen. Wir sind also auch nicht bezahlt für die Werbung oder sonst Ich mag das Buch einfach sehr gerne und wollte es gerne vorstellen und habe mit Sophie da die perfekte Partnerin Vorstellen gefunden.

Wir sprechen natürlich über das Buch, da geht es ADHS es geht aber insgesamt auch unsere Erfahrung, ⁓ Und wir sprechen auch über Meditationen, ob die funktionieren, wie die funktionieren, ob die nicht funktionieren, was wir da für Erfahrungen haben.

Von daher ist es eine sehr coole Mischung aus verschiedenen Themen einer Ich wünsche euch also sehr viel Spaß beim Anhören.

Vanessa Kunz (01:25)
Wir sprechen jetzt über ein Buch, dem explizit ein Regenwurm sagt, Achtung, kein Weil man es denken könnte, wenn man es Und auch wenn es aussehen könnte wie ein Kinderbuch, ist es es hat den passenden Titel ADHS, was ist denn das Findest du diesen Titel? ja, Schnecken.

Sophie (01:43)
Es gibt viele Schnecken neben den Regenwürmern. Also grundsätzlich

in diesem Buch.

Vanessa Kunz (01:48)
Frösche auch, oder? Frösche sind’s auch.

Sophie (01:51)
Mir

sind am ehesten die Schnecken im Gedächtnis von Jabber und Schildkröten und Gemüse.

Vanessa Kunz (02:00)
Gemüse, stimmt. Also wir haben

auch hier eine wundervolle Mischung aus Gemüse und Tieren und Bildern und auch manchmal Hüten, wenn ich jetzt gerade nochmal so durchblätter. Also es hat auf jeden Fall Ähnlichkeit zu dem vorherigen Buch, weil wir haben auch Partyhüte. Mindestens einen habe ich gerade gesehen. ⁓

Sophie (02:10)
Ja.

Ja, Partyhüte sind ganz wichtig, weil neurodivergente Menschen auch so die Party People sind.

Vanessa Kunz (02:26)
Ja, es ist kein Kinderbuch, das habe ich schon gesagt, sondern es ist eher eine Mischung aus Erfahrungen, wissenschaftlichen Erklärungen, Tipps und super vielen Illustrationen. Und ich fand das super cool, weil es irgendwie so ein guter, sanfter Einstieg ist, wenn man noch nicht so tief im Thema ist, eine wissenschaftliche Basis zu…

weil es ist eben nicht nur, hey, ich hab ADHS und so geht’s mir damit, sondern es ist halt wirklich irgendwie… Hier sind die wissenschaftlichen Quellen. Das ist die Literatur, die wir nutzen so. Trotzdem aber in einfachen Worten und absolut ADHS-freundlich gestaltet, mit wirklich kurzen Abschnitten und spannenden Sätzen und so. Also, es ist einfach cool gemacht, finde ich.

Sophie (03:14)
Ja, genau. Also das haben zwei. Hanna Schmidt porters, die eine, und die Illustratorin nennt sich Slinga. Ich habe jetzt leider vergessen, sie wirklich heißt, weil sie nicht Slinga heißt. Wenig überraschend wahrscheinlich ist.

Vanessa Kunz (03:27)
Ich hatte schon mal Kontakt

zu ihr, aber ich weiß es auch nicht mehr, weil Slinga, dieser Name, ist so präsent für mich, dass ich den Vornamen gar nicht mehr weiß.

Sophie (03:32)
Nennen

wir sie Slinga. Sie heißt einfach Slinga. Sie haben beide eine ADHS-Diagnose. eine wurde als Kind diagnostiziert und die andere als Erwachsene. Dementsprechend haben sie da jeweils bisschen unterschiedliche Perspektive. Und die bringen zwar ihre Erfahrungen immer mal wieder ein, aber

Vanessa Kunz (03:37)
Ja.

Sophie (04:00)
stehen halt überhaupt nicht im Mittelpunkt. Es ist keine Biografie, wo die beiden erzählen, wie es ihnen alltäglich mit ADHS geht, sondern es ist wirklich mehr so ein psycho-educatives Buch, würde ich sagen. Also wirklich erklären, was ist das, wie äußert sich was könnte man dagegen oder was kann man im Alltag dagegen tun, welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es, medikamentös, aber auch nicht medikamentös.

Also wirklich eher so ein Aufklärungsding.

Vanessa Kunz (04:31)
Ja, ich finde auch super spannend und das voll passend thematisch. In dem Buch werden auch Mythen was gibt es da so, was immer erzählt wird und direkt natürlich auch Und genauso ist auch ein Fokus auf ähnliche Störungsbilder. Also was gibt es da vielleicht noch, worüber man sich informieren könnte? Und deshalb finde ich, es so gut als Einstieg, weil es nicht nur den Fokus irgendwie auf eine Diagnose legt, sondern auch zeigt, hey,

Hier gibt es noch ein bisschen was drum herum, was man auch irgendwie auf dem Schirm haben muss.

Sophie (05:02)
Also Sachen, Komobit auftreten können natürlich, aber auch Sachen, die eben aussehen können via DRS. ich finde das sehr… Ja, es ist ja online immer so ein schwieriges Thema mit den Selbstdiagnosen. Ich die Meinung oder den Standpunkt, den die beiden einnehmen, angenehm differenziert, wo ich mich tatsächlich auch drin wiedergefunden habe.

Vanessa Kunz (05:18)
Ja.

Sophie (05:31)
weil sie eben nicht sagen, ohne jede Einschränkung, Selbstdiagnose ist irgendwie immer richtig und es reicht aus und alles ist fein und wenn ihr glaubt, dass ihr ADHS habt und Autismus, dann habt ihr das und das Thema erledigt. Gibt es ja manchmal online auch. Und ich finde halt, da gibt es schon noch eine differenziertere Perspektive drauf, die man einnehmen sollte.

was die beiden tun. Selbstdiagnose ist kein Riesenthema in dem Buch. sie sprechen halt darüber. Es kommt vor und sie sagen das eben auch explizit, dass sie schon dazu raten würden, von Fachpersonal diagnostizieren zu lassen. Und ja, mit allen Schwierigkeiten, die das mit sich bringt, angesichts schlechter Verfügbarkeit von Diagnostik und so weiter, alles völlig Sprich aber ja eben nicht gegen Diagnose.

Vanessa Kunz (06:04)
Aber es kommt halt vor.

Mmh.

Sophie (06:26)
professionelle und es wird ja gerne immer gesagt es schadet ja wenn ich mich jetzt einfach selbst diagnostiziere und der punkt ist ja so ein ja klar es schadet insofern nicht als entweder die sachen die du dann machst helfen dir halt oder sie helfen dir nicht so ist ja kein großer schaden ist einfach trial und error so

Vanessa Kunz (06:27)
Mmh.

Du nimmst niemandem weg, dem Sinne.

Sophie (06:55)
Genau, nimmst niemandem was weg, du tust niemandem weh,

du probierst einfach was für dich aus. Das stimmt, bin ich voll dabei, deswegen sage ich ja auch so was, ich würde es halt mittlerweile weniger Selbstdiagnose als eben wirklich Selbstidentifikation nennen. Ich finde mich in bestimmten Aspekten wieder und jetzt mal unabhängig davon, ich das habe oder nicht, nehme ich bestimmte Anpassungen vor in meinem Leben vielleicht.

und gucke, ob die einen positiven Effekt auf mich haben. Und das sagt mir ja dann möglicherweise auch schon Aber wenn es eben darum geht, schadet das oder schadet es nicht, wenn ich jetzt die ganze Zeit rumlaufe und der festen Überzeugung bin, was weiß ich, ich bin und möglicherweise bin ich es nicht, dann verzögere ich ja für mich persönlich eine Behandlung, eine passendere Behandlung für das, was ich möglicherweise tatsächlich habe.

weil ich mit dieser Bezeugung rumlaufe, ich bin autistisch. Oder ich könnte gegen bestimmte vielleicht gar nicht tun, weil das ist mein autistisches Gehirn. In manchen Sachen ist das ja so, gerade auch was Reizverarbeitung anbelangt, da kann man ja noch so viel üben und tun und machen. Die Reizverarbeitung ist einfach anders und dann muss damit eben auch therapeutisch anders umgegangen werden. Aber wenn ich eben nicht autistisch bin…

Vanessa Kunz (08:00)
Ja.

Sophie (08:15)
dann habe ich vielleicht auch andere Therapiemöglichkeiten, andere Behandlungsoptionen, die mir helfen, mich besser zu Und wenn ich das halt komplett ausschließe, weil ich mich selbst diagnostiziert habe und ab diesem Punkt, wo ich mich selbst diagnostiziert habe, dass auch nicht mehr in Zweifel ziehe, dass das so ist, und auch niemanden mehr nach irgendwas anderem frage, sondern mir einfach so hundertprozentig sicher dann kann das funktionieren, wenn man richtig liegt. Es kann aber auch dazu führen,

Vanessa Kunz (08:32)
Ja.

Sophie (08:42)
dass man Behandlungen nicht in Anspruch nimmt, die einem helfen könnte. das ist ja auch eine gewisse Form von Schaden. Es schadet niemand anderem, aber es verzögert für mich, dass es mir besser geht. da finde ich, muss man halt schon irgendwie darüber nachdenken oder das zumindest mit einbeziehen. Dass man sich irren könnte.

Vanessa Kunz (08:51)
Mmh.

Ja.

Sophie (09:09)
Weil es gibt ja auch online so Spaces, das habe ich auch schon öfter gelesen, dass Leute sagen, niemand würde vermuten autistisch zu sein, der nicht autistisch ist. Niemand würde drei Wochen oder Monate lang rumrecherchieren über Autismus, der nicht autistisch ist. Und da würde ich dann halt sagen, so come on! Das ist wirklich ein bisschen einfach. Soweit würde ich nicht gehen.

Vanessa Kunz (09:26)
Ja.

Ja.

Sophie (09:37)
Klar kann es ein Indiz sein, wenn man sich super tief in die Materie einwühlt und wochenlang recherchiert. Ja, das kann ein Indiz Es ist aber trotzdem keine hundertprozentige Sicherheit. Selbstdiagnosen sind nicht automatisch richtig, nur weil sie irgendwie Selbstdiagnosen sind. Da fehlt mir online manchmal wirklich die Differenzierung und der…

der gesunde Zweifel an der eigenen Einordnung von Symptomatik, insbesondere wenn man auch andere kumorbite Diagnosen hat.

Vanessa Kunz (10:19)
Also ich finde es auch also es ist nicht gefährlich eine Selbstdiagnose zu haben, auf gar keinen Fall, wenn du jetzt einen Termin hast, wenn du schon auf einer Warteliste stehst, wenn du in dem Prozess irgendwie schon drin steckst und das Gefühl hast, ja gut.

Für mich fühlt es sich schon so an, als könnte das Autismus sein, als wären da bestimmte Züge und so weiter. Und die erkenne ich selber schon. Dann kannst du damit natürlich das mal evaluieren, wenn das für dich passt. Und es so bisschen als Selbstdiagnose erst mal nehmen. Aber ich finde auch, Selbstdiagnose ist so bisschen wild, weil wer eine Diagnose stellt, ist ja relativ klar geregelt. Und dann denke ich mir auch, ja

Das macht eigentlich keinen Sinn, selber zu machen, weil du brauchst immer die Perspektive von außen, du brauchst immer den Bezug bis zur Kindheit. Da gibt es Tests und Fragebögen, ob die jetzt so gut sind, sei dahingestellt. Aber es gibt sie. Man muss körperliche Ursachen ausschließen. Es gehört so viel mehr zu der Diagnostik als nur kurz einzutauchen oder einen Hyperfokus darauf zu haben auf das Thema. Also ja, es ist irgendwie sehr viel umfangreicher.

Ich muss sagen, ich habe regelmäßig Hyperfokusphasen auf irgendwelche Symptome oder Krankheiten, wo ich, wenn ich die jetzt alle haben würde, würde es mich, glaube ich, nicht mehr geben, weil das würde nicht

Und gefühlt kennt

Sophie (11:44)
sowas kenne ich auch.

Ja und es wird dann ja gern argumentiert, was ja grundsätzlich auch nicht falsch ist. Also ich finde online sowieso schwierig. Es können mehrere Sachen gleichzeitig wahr sein. Es schließt sich nicht alles aus. Wenn dann Leute sagen, ja, aber es gibt Fachpersonal, das keine Ahnung hat und die sagen dann, weil du mir in die Augen gucken kannst, bist du nicht autistisch und…

Vanessa Kunz (11:56)
Ja.

Ja.

Sophie (12:08)
von solchen Leuten soll ich mich dann diagnostizieren lassen? Ne, natürlich nicht. Offensichtlich sind die nicht auf dem aktuellen Stand. Offensichtlich haben die immer noch ein Autismusbild von vor 30, 40, 50 Jahren oder so. Da dann natürlich bitte nicht diagnostizieren lassen oder wenn man bei so jemandem ist, denken, okay, vielleicht hole ich mir noch mal eine zweite Meinung woanders ein. Und ja, ist schwer, dauert ewig lang, I know.

Vanessa Kunz (12:12)
Bitte nicht.

Ja, bitte, bitte.

Sophie (12:37)
Aber daraus, dass es Fachpersonal gibt, was schlecht zu schließen, dass es nicht mehr notwendig ist, sich von Fachpersonal diagnostizieren zu lassen, weil die ja alle keine Ahnung haben, ist es halt auch eine wilde Verallgemeinerung, die nicht zutrifft und nicht zielführend ist. Mit dieser Begründung bräuchte ja niemand mehr zum Arzt Weil es gibt

Vanessa Kunz (12:50)
Ja.

richtig.

Sophie (13:04)
Es gibt überall Ärzte, Ärztinnen, die ihren Job scheiße machen. Deswegen lasse ich mir aber trotzdem meine chronische Erkrankung oder sonst irgendwas bei einem Arzt diagnostizieren und suche mir nicht alles online zusammen, ausschließlich dort und damit ist die Sache für mich erledigt. Es steht außer Frage, dass es Leute gibt, die keine Ahnung haben. Müssen wir überhaupt nicht darüber diskutieren. Aber die gibt es an jedem Job.

Vanessa Kunz (13:17)
Ja.

Ja, es ist.

Sophie (13:33)
Die gibt es in jeder Branche, die gibt es überall.

Vanessa Kunz (13:35)
voll.

Sophie (13:36)
Das ist halt das Risiko, was das mit sich bringt, diagnostizieren zu lassen, egal was.

Vanessa Kunz (13:43)
Ja, und ich glaube, ist auch … Das Beste, man tun kann, wenn man eine Vermutung hat, egal, ob es ADHS ist, Autismus oder sonst was, dass man sich selber informiert, weil es ja den eigenen Körper geht. Es geht das eigene Leben. Ich würde niemals jemandem sagen, informier dich besser nicht über deine Krankheiten oder Diagnosen, über sonst was. Das macht ja gar keinen Sinn. Aber ich denke in der

Sophie (14:02)
Nein, gar nicht.

Vanessa Kunz (14:07)
In heutigen Zeit, wo es auch sehr viel Falschinformationen gibt und wo Leute über ihr eigenes Erleben berichten, mach ich auch, find ich prima. Machst du auch, find ich auch prima. Aber trotzdem muss man es immer differenzieren können und eben sehen, nur weil jemand eine Erfahrung hat, heißt es nicht, dass jemand anderes die genauso hat oder hatte oder genauso haben Und das ist halt das

selber informieren, ja, aber es gibt nicht ohne Grund Ärzte, es gibt nicht ohne Grund Diagnosekriterien, es gibt nicht ohne Grund was weiß ich was für Tests ja halt auch Ausschlussdinge, also dass man Blutwerte überprüfen lässt, werden es vorhin mit Schilddrüsen werden und sowas. Das ist alles wichtig und das machen jetzt wahrscheinlich Leute nicht, die einfach nur zu Hause sich ein bisschen hinsetzen und recherchieren, weil das eben nicht geht in dem Umfang.

Sophie (14:59)
Und selbst wenn sie lange recherchieren, die Dauer, die du etwas recherchierst, macht dein Ergebnis nicht automatisch richtig, nur weil du lange recherchiert hast. Also klar, in einer längeren Zeit kannst du potentiell mehr Informationen sammeln, aber die Frage ist ja auch, was für Informationen sammelst du? Und ich finde das online halt manchmal sehr schwierig, wie gesagt, von Erfahrungen reden und die teilen und so. Bin ich…

Vanessa Kunz (15:12)
Ja.

Ja.

Sophie (15:28)
dabei, aber es verschwimmt sehr sehr oft die Grenze zwischen, ich spreche jetzt von meiner persönlichen ich möchte allgemein über das Thema aufklären. Das verläuft manchmal so ineinander, dass man das eigentlich gar nicht mehr trennen

Vanessa Kunz (15:40)
Ja.

Sophie (15:45)
und dann kommt es eben zu diesen Onlinebeiträgen, die so unterkomplex sind, wo dann halt irgendein totales random Symptom genommen wird.

keine Ahnung, ich habe jetzt drei Mal der Woche den Schlüssel vergessen, ich habe Selbst wenn die Personen, die diesen Content erstellen, das nicht so meinen, weil sie für sich haben sie den Kontext natürlich klar, also A, erleben sie sich im Alltag, B, wissen sie, dass das natürlich nicht ihr einziges Problem ist und dass das in einem größeren Symptomkomplex steht und so weiter, also diesen ganzen Rahmen drum rum, den hast du ja selber, wenn du den Content erstellst.

Vanessa Kunz (16:15)
Ja.

Mmh.

Sophie (16:25)
Aber du musst natürlich immer bedenken, dass Leute diesen Content sehen, diesen Rahmen nicht haben. Die sehen dieses kurze, weiß ich nicht, 20-30 Sekunden Video, was du ins Internet stellst. Und daraus ziehen sie Schlüsse für sich.

Und dieser Verantwortung auch. Also deswegen würde ich auch nie, also ich habe ja schon öfter überlegt, so spreche ich da online mehr drüber, aber da gibt es so eine große Verantwortung.

mit einher, auch für die die Richtigkeit der Informationen, wie man irgendwas formuliert. Eigentlich müsste man permanent irgendwelche Einschränkungen machen und irgendwie hier noch mal eine Klammer auf und da noch mal eine Fußnote und so, das überhaupt in der der Komplexität drüber zu bringen, die es ja nun mal hat. So und dafür ist Social Media nicht gut geeignet. Social Media will kurzen, einfachen Content.

Vanessa Kunz (16:57)
Ja.

Sophie (17:19)
Ich glaube, da wird manchmal zu wenig hinterfragt, was man da eigentlich raus…

bläst, selbst wenn man eine gute Absicht hat und wenn man weiß, dass das alles komplizierter ist. Okay, die Leute kennen dich aber nicht. Das ist vielleicht das einzige 20-Sekunden-Video, was sie mal von dir sehen und vielleicht ist es das erste Video überhaupt, was sie über ADHS und Autismus sehen.

Vanessa Kunz (17:33)
Ja.

Ja, es ist schwierig. Also ich finde, du hast sehr gut beschrieben mein Struggle auf Social Media. Weil ich habe den Podcast extra gebrandet, dass es meine Erfahrung geht und ⁓ meine Strategien. Was funktioniert für mich, was funktioniert vielleicht auch nicht. Aber auch da gibt es natürlich Menschen, die dann sagen, okay, das ist schon eher viel.

Sophie (17:44)
Und dann bleibt halt das da hängen.

Mhm.

Vanessa Kunz (18:09)
Defizitorientierung, wenn ich darüber spreche, was klappt alles nicht, was habe ich für Probleme, aber eben trotzdem gebe ich ja auch Tipps und Strategien mit. Und wenn ich versuche Social Media Content aus diesem Podcast zu machen, dann scheite ich. Weil auf Instagram brauchst du jetzt unter 30 Sekunden Video, damit es überhaupt Leute sehen, die nicht deine Follower sind. Ich habe das Gefühl, in unter 30 Sekunden habe ich noch nicht mal

Sophie (18:29)
Hm.

Vanessa Kunz (18:33)
mich vorgestellt und gesagt was ich eigentlich mache geschweige denn irgendeinen Punkt gemacht der jetzt relevant wäre und genug differenziert ist und genug erklärt ist damit für mich passt gefühlt alles rauscutten ja

Sophie (18:46)
Ja, damit es so den Ansprüchen so genügt, man halt irgendwie selber hat, An die Informationen,

man

das ist, ich mein, dafür ist ja ein Podcast noch gut, weil da kann man ja mehr erklären und auch ein bisschen weiter ausholen und eingrenzen und so. Und den Leuten, denen zu viel ist, ja, die hören es dann halt nicht an so. Ist ja auch okay.

Vanessa Kunz (18:55)
Nö.

Ich würde gern noch über das Bullshit-Pingu sprechen.

Sophie (19:10)
Ja,

ja. Aber vorher wollte ich noch kurz die Chaos Box erwähnen. Also die kommt vor bei den Tipps und Tricks, die man so anwenden kann im Alltag. ja, für mich ist ja so Ordnung halt generell auch so ein Riesenproblem und überall liegt halt einfach Krempel und Zeug rum. So. Und je mehr Krempel und Zeug ist, desto unfähiger werde ich das zu beseitigen. So. Und…

Vanessa Kunz (19:17)
Ja.

Ja, kenn ich.

Sophie (19:39)
Die schlagen halt also haben sie sich nicht ausgedacht, also habe ich auch schon irgendwo anders mal gehört, dass man in jeden Raum so eine Chaos-Box hinstellen kann, wo so laute Sachen, die so keinen Platz haben und die so rumliegen einfach und den Raum zu müllen und die eigentlich woanders hingehören, dass man die alle in diese Chaos-Box packt. Das heißt, man muss sie nicht sofort aufräumen, aber sie stehen halt auch nicht rum.

Und man kann sich dann gezielt irgendwie am Abend oder irgendwann, wenn man mal Zeit hat, sagen, okay, jetzt räume ich mal die Chaos Box auf und räume das Zeug, was da drin ist, wieder an den Ort, es hingehört und so. Und das fand ich sehr schön so als Idee, weil es mich dann auch entbindet, davon sofort richtig aufräumen zu Aber es sieht dann trotzdem vielleicht ein bisschen ordentlicher aus, ohne dass ich dann gleich

mich überwinden muss und jetzt, weil wenn ich einmal anfange aufzuräumen, dann mache ich das im Zweifelsfall irgendwie auch stundenlang, weil ich denke ja, wenn ich jetzt einmal angefangen habe, dann kann ich doch nicht irgendwie nur das Waschbecken putzen, was soll denn das? So und dann bin ich immer gleich so richtig in so einem Aufräumen-Flow im Zweifelsfall. Aber der kommt halt nicht so oft natürlicherweise zu mir, sondern es ist auch sehr random, wann der kommt.

Vanessa Kunz (21:00)
Der kommt intensiv,

Sophie (21:02)
Er kommt intensiv, aber selten.

Vanessa Kunz (21:03)
aber nicht oft.

Sophie (21:06)
Und dafür finde ich so eine Chaos Box halt total geil. So ist es ein bisschen in Und man kann dann auch einfach nur sagen, ich räume die Box auf. Das fand ich als Idee sehr gut.

Vanessa Kunz (21:16)
Ich finde es

auch mega schlau, weil ich das schon länger Bei mir sind es Chaoshaufen. Also es sammelt sich ein Haufen Wäsche irgendwo oder ein Haufen Papiere, die weggeheftet werden müssen und so was. Und das in Boxen zu machen, hilft halt visuell total, dieses Chaos besser zu verarbeiten. jetzt mal doof gesagt, wenn sich jemand spontan

Sophie (21:25)
Mhm.

Ja.

Vanessa Kunz (21:45)
ankündigt, zu Besuch zu kommen und man hat das alles in Boxen, können diese Boxen mit dem ganzen Chaos einfach in den Schrank und man macht die Tür zu.

Sophie (21:53)
Auch das ein sehr guter Punkt. Das Chaos

ist schneller wegzuräumen, wenn doch mal irgendwie jemand spontan, ich meine es kommt nicht so oft vor, dass Leute mich spontan besuchen, aber für den unwahrscheinlichen Fall, dass doch mal jemand irgendwie in die Wohnung muss oder einfach man es nicht geschafft hat irgendwie aufzuräumen. Es kommt ja doch mal vor, dass irgendwie Handwerker oder Leute, die den Rauchmelder warten oder keine Ahnung, halt generell Leute, die irgendwie mal in die Wohnung müssen. Und man hat es ja vielleicht nicht geschafft aufzuräumen.

Vanessa Kunz (22:04)
Bei mir auch nicht.

Ja.

Sophie (22:21)
kann man einfach irgendwie so die Kisten mit. Ja, das finde ich, ja, ja, hat mir so als Strategie gefallen.

Vanessa Kunz (22:25)
Ja und ich ich finde es

so ein Grundbedürfnis ist auf jeden fall auch Boxen zu besitzen finde ich. Boxen mit Deckeln und Bonuspunkte wenn es schöne Boxen mit Deckel sind die man stapeln kann. Ich bin eine einfache Frau, schenken wir Boxen mit Deckeln die schön sind. Aber sowas wie keine Ahnung eine Sammlung von Lebensmitteln die alle irgendwie in dieselbe Kategorie passen die alle in eine Box zu packen das ist…

Sophie (22:38)
Ja.

Vanessa Kunz (22:52)
ist einfach ein schönes Gefühl, genauso wie eine Sammlung von Zetteln in einer Box zu haben. Und man weiß halt irgendwie, so grob was drin ist. Und es ist ein riesiger Aufwand, einzelne Sache einzusortieren in diese Weil es an einem Ort ist, wo das Chaos entsteht. Im Normalfall. Ja, ich lieb das sehr. Es können natürlich auch Körbe sein oder sonst was.

Sophie (23:13)
Ja, Problem an Boxen,

das Problem an Boxen, man, also ich glaube eigentlich auch Boxen, die man halt zumachen kann und so, das Problem an Boxen, die man zumachen kann und irgendwo hinstellen, ist halt, dass ich komplett vergesse, dass die Box existiert und was in dieser Box drin ist.

Vanessa Kunz (23:31)
Ja. Noch schlimmer, wenn man nicht

reingucken kann. durchsichtig ist noch okay, aber … Ja.

Sophie (23:34)
Ja, es könnte alles in dieser Box sein und

man will sie auch nicht immer so super präsent haben. Das heißt beim Aufräumen ist für mich manchmal auch so blöd, dass es gar keinen Sinn ergibt, Sachen wegzuräumen, weil ich zum Beispiel weiß, ich werde die morgen früh wieder Jetzt zum Beispiel mit Medikamenten oder so, ich dann morgens nehme. Klar, könnte die nach dem Einnehmen irgendwie ordentlich aufräumen, aber ich denke dann so, warum soll ich das machen? Morgen früh ziehe ich die wieder vor und brauche die.

Vanessa Kunz (23:49)
Ja. Ja, oder sie … Ja.

Nein.

Sophie (24:03)
und räume ich die jetzt nicht ordentlich weg, dann bleiben die hier präsent liegen, weil nachher vergesse ich sie halt. Und das ist immer ein bisschen das Schwierige. Ich will es ordentlich haben und ich will auch nicht, dass überall Sachen rumstehen, aber ich vergesse halt auch Sachen, die nicht rumstehen.

Vanessa Kunz (24:03)
Ja.

also ich finde auch mein größter Vorteil sind geschlossene Schränke und es ist die größte Selbstsabotage überhaupt, weil ich nicht weiß, was sich in diesen Schränken befindet. Ich habe so eine grobe Aber es ist wirklich wild. Mein Gehirn speichert manchmal so Sachen ab, irgendwann mal in diesem Schrank lagen, aber sie sind nicht mehr da. Sie sind verschwunden.

Sophie (24:27)
Mhm. Ja. Ja.

Ja.

Vanessa Kunz (24:40)
Sie gibt es nicht mehr. Ich weiß nicht wo sie sind, aber sie sind nicht mehr da wo mein Gehirn dachte dass sie Also es schwierig. Es könnte hinter jeder 800 anderen Schranktüren sein die ich besitze quasi. Ich weiß es nicht. Es ist weg. Ich kaufe es neu, dann finde ich es wieder. Das ist es. Ja.

Sophie (24:45)
Ja.

Das ist sowieso ein Naturgesetz. Was du

neu kaufst, das kommt wieder zu dir. Aber grundsätzlich will jeden Fall mit der Chaos Box ausprobieren. muss dann bisschen gucken, wie groß die sein muss. Gerade jetzt so was im Schlafzimmer, wo ständig Klamotten rumliegen, müsste sie natürlich bisschen größer sein, als wenn es jetzt wirklich nur so Kleinzeug geht. Aber das fand ich auf jeden Fall sehr gut. Und es gibt in dem Buch

Vanessa Kunz (25:01)
Ja, schwierig.

Ja.

Sophie (25:24)
Das fand ich auch faszinierend. Eine Doppelseite mit einer absoluten ⁓ mal anschaulich zu machen, wie das für viele Menschen mit ADHS ist, die was lesen müssen, was halt nicht so ADHS-freundlich Die haben ja sogar extra eine Schriftart ausgewählt in dem Buch, die ADHS-freundlich ist oder auch für Menschen leicht ist, die…

Dyslexie haben oder sowas. Und das fand ich richtig krass, das zu sehen, weil ich fühlte mich sofort, als ich diese Textwüste gesehen habe, so, oh Gott, das will… Nee. Also irgendwann habe ich dann gemerkt, dass die Textblöcke sich immer wieder wiederholen. Also es ist nicht ein fortlaufender Text, der wirklich irgendwas sagen will, sondern es geht eher um diesen Wall of Text.

Vanessa Kunz (26:02)
Ja, ich bin wütend gewesen.

Ja.

Sophie (26:17)
Und darum, wie… Also da sind ja auch Gedanken beschrieben, Also wie sie dann immer wieder abschweift beim Lesen, weil ihr tausend andere Sachen einfallen und ihr dann nix vom Text Das fand ich super gemacht, als… zur Demonstration. Musste dann aber auch daran denken, dass ich ja… Ich kann ja konzentriert lesen. Also es gibt ja Menschen mit ADHS, können ja praktisch gar nicht lesen, die halten das gar nicht aus. Das war bei mir ja noch nie so.

Vanessa Kunz (26:21)
Ja.

Ja.

Sophie (26:44)
Ich habe als Kind viel gelesen. Ich lese jetzt viel und gerne. Mein Job ist es, Sachen zu lesen. Das kann ich schon. Das Aber ich glaube, liegt eben daran, wenn mich Sachen nicht so sehr interessieren, fällt es mir auch schwerer. Und es liegt halt auch daran, dass dadurch, dass es eben mein Job zum Teil ist, ist dann natürlich auch gewisser Druck hinter.

Vanessa Kunz (26:45)
Mmh.

Ja.

Ja, ist normal, glaube ich.

Hm.

Sophie (27:10)
das notwendige Maß an Druck, dass ich sage, ich lese das jetzt, weil ich Geld für das jetzt ich mache es auch gern so. Ich man grundsätzlich ein Mensch ist, gerne liest und es schon immer so war, dann kann man auch besser lesen und sich darauf konzentrieren. Aber wenn man noch nie so einen Zugang zu hatte und dann

Vanessa Kunz (27:14)
Ja.

Sophie (27:33)
hat man so eine absolute Textwüste vor sich, keine Bilder, einfach nur Text, Text, Text. Ja, dann verstehe ich, dass das auch nicht funktioniert. Das fand ich als Demonstration auch sehr

Vanessa Kunz (27:44)
Mich hat das wirklich wütend gemacht, die Doppelseite. Weil das einfach … Also man erwartet das in dem Buch nicht. Sondern du hast schon einige Seiten gehabt, die so schön sind und die angenehm zu lesen sind. Und dann … ja.

Sophie (27:46)
Ja.

Das stimmt ja.

glaube, deswegen wirkt es auch so krass, weil es halt der

totale Kontrast ist zum Rest des Buches. Es ist nicht mehr bunt, es sind weiße Seiten mit einfach nur Text und sonst nichts. Und nicht mal wirklich anständige Absätze oder sowas, einfach nur weiße Doppelseiten voller Text. Und das knallt natürlich richtig.

Vanessa Kunz (28:02)
Ja.

Und der

ja, das knallt einmal schon vom Format, Aussehen, vom Eindruck, und dann der Inhalt hat mich komplett wütend gemacht. hab so lange versucht zu verstehen, was dieser Text mir sagen will, ⁓ dann zu merken, das wiederholt sich, und das sind einfach nur Gedanken. Und bis ich aufgegeben habe und gesagt hab, Vanessa, wir haben versagt jetzt dieses Buch.

Sophie (28:24)
Ja.

Vanessa Kunz (28:36)
Ich rede eigentlich nicht im Plural mit mir. Ich weiß nicht, warum ich das so formuliert hab. Ich und meine lesenden Augen haben versagt auf dieser Doppelseite. Wir blättern jetzt und vergessen, dass es existiert hat. Und dann rauszufinden, das war geplant und das demonstriert hier gerade einen Punkt, hat mich noch wütender gemacht. Weil ich Das ist …

Sophie (28:39)
Hahaha

Mhm.

Ich dachte eher, dass es sich dann erleichtert und deswegen war cool, okay

es hatte einen Zweck, ja hat gewirkt und so.

Vanessa Kunz (29:01)
Nee, ich bin ja voll

… ja, es hat genau demonstriert, was das Problem ist, aber ich war wirklich … ⁓ Junge, das hätte nicht sein müssen. Es hätte auch einfach die Erklärung gereicht. Wie viele Kalorien hab ich jetzt mit Wut verbrannt?

Sophie (29:09)
Hahahaha

Ja, aber vielleicht die…

Aber die Wirkung, wenn man einfach nur es beschrieben hätte, wäre wahrscheinlich nicht so ausgefallen. Von daher finde ich das schon echt gut.

Vanessa Kunz (29:20)
Ja.

Ja, das stimmt. also ganz am Ende des Buchs gibt’s ein Bullshit-Bingo, was ich sehr witzig fand. Das hab ich nämlich auch nicht erwartet. Und ich würd jetzt nicht zu sehr darüber reden, was im Bullshit-Bingo drin ist. Aber ich musste sehr lachen, als ich’s gesehen habe, weil es wirklich so typische Sachen sind. Wenn ich mit der Aufgabe, jetzt ein Bullshit-Bingo zu erstellen über ADHS irgendwohin geschickt werde, würd ich wahrscheinlich mit einer ähnlichen Variante

von diesen Sätzen und typischen Dingen, die man so hört, zurückkommen. Das ist einfach so geil. Und die Idee, das drin zu haben…

Sophie (29:53)
Ja.

Absolut.

Also ohne inhaltlich zu sehr einzusteigen, aber

eines meiner Lieblingssachen war, hast du schon mal versucht zu meditieren? Ja! Da ist sogar neulich noch drüber geschrieben, dass ich mal wieder so einen Versuch unternommen habe, weil ich das ja einigermaßen unregelmäßig immer mal probiere. Weil es gibt ja den richtigen Einwand, dass das nicht…

Vanessa Kunz (30:08)
Ja, und hast du? Ich auch, ja.

Sophie (30:30)
Also wenn du es jetzt einmal machst, kannst du jetzt keine Wunder erwarten. Die Wirkung kommt halt, wenn du es regelmäßig machst. Das heißt, wenn ich es jetzt zweimal gemacht habe und ich sage, es klappt kann so sein, kann aber auch einfach sein, dass ich nicht dran geblieben bin und es einfach ein bisschen Zeit und Geduld braucht, rauszufinden. Heißt dann trotzdem nicht, dass ich erfolgreich bin, aber es komplett abzuschreiben, weil ich es zweimal erfolgreich versucht habe, finde ich halt immer ein bisschen schwierig.

Vanessa Kunz (30:34)
Ja.

Sophie (30:58)
Aber ja, also, superschwierig. Also besonders so angeleitete Meditationen, wo man sich dann irgendwas vorstellen soll im hatte halt neulich eine so, da sollte man sich halt vorstellen, dass wie so ein, wie so goldene Sonnenlicht oder sowas durch einen durchfließt. Und es ist für mich so eine, also so eine abstrakte Vorstellung.

dass ich schon komplett fasziniert davon bin, dass es offensichtlich Leute gibt, die sich das vor… also A, vorstellen können und B, davon auch in irgendeiner Art und Weise profitieren, sich das vorzustellen. Also ich dachte dann halt auch selbst, wenn ich mir das vorstellen könnte, ich kann mir nicht vorstellen, dass mich das entspannter machen würde. Warum soll mich das entspannen, diese Vorstellung? Ich finde daran nichts… Also ich meine, ich finde es auch nicht super aufregend oder so, weil ich finde es halt auch nicht entspannt, dass ich sagen würde,

Vanessa Kunz (31:21)
Mmh.

Ja.

Mhm. Ja.

Sophie (31:50)
cool aus, das ist schön, da kann ich mir voll reinfallen lassen in dieses Gefühl. Nee.

Vanessa Kunz (31:56)
verstehe

ich. Ich glaube, wenn man sehr bildlich denkt oder nur in Bildern denkt, ist es vielleicht einfacher, weil dann ist dein Kopf ⁓ voll mit Bildern.

Sophie (32:04)
Ich glücklich.

Ich hatte

da schon immer Schwierigkeiten mit Imaginationsübungen und so. Stellen Sie sich das und das in Ihrem Inneren vor. Stellen Sie sich vor, Sie machen dies und jenes. Und ich sitze da und denke, ja, aber nee.

Vanessa Kunz (32:16)
Ja.

Also für mich, ich finde es auch schwierig, aber ich glaube es ist mit der Übung tatsächlich leichter geworden, was so Meditationen Aber wenn ich mir was vorstellen muss, was mit meinem Körper jetzt irgendwie passiert, oder in meinem Körper passiert irgendwas, das finde ich auch ganz schwer.

Sophie (32:36)
Will ich auch gar nicht. Will nicht, irgendwas in meinem Körper passiert. Mein Idealkörper ist der Körper, von dem ich nicht wahrnehme, dass er existiert. Und es ist glaube ich nicht so das Konzept von Meditation, dass du dir deinen Körper irgendwie wegdenken sollst oder so. Es soll ja schon eher so ein Gefühl von ein ganzes

Vanessa Kunz (32:38)
Ja gut, es soll ja meistens was Gutes sein.

Ja.

Ja, okay, ist ein Punkt. Aber ich finde es einfacher …

Ja.

Sophie (33:06)
verbundenes Design und das finde ich als Konzept schon so krass.

Vanessa Kunz (33:12)
Ja, verstehe ich. Also ich finde es auch viel einfacher mir vorzustellen, ich gehe durch ein Wald oder keine Ahnung, der Regen prasselt an die Scheibe. Sowas kann ich mir viel besser vorstellen als in meinem Körper irgendwie Lichtwärme, was auch immer.

Aber es ist trotzdem, also ich merke schon einen Effekt, wenn du es öfter versuchst und öfter machst, dann wird es irgendwie besser und leichter. Aber trotzdem schweifen meine Gedanken dann ab und ich frage mich, warte, sind wir jetzt gerade im Wald oder was weiß ich, was muss ich mir jetzt gerade nochmal vorstellen? Sind wir doch am Strand? Ich habe 30 Minuten der Meditation verpasst, um irgendwie über irgendwas nachzudenken.

Sophie (33:51)
Ich habe neulich zwischendurch immer vergessen, weil das eben so eine angeleitete Meditation war, auch relativ, man muss halt dazu sagen, es war halt abends und ich wollte das eher nutzen, so vom Schlafen gehen und so. Deswegen war ich vielleicht auch nicht mehr in meiner wachsten Phase des Tages so. Aber zwischendurch war halt immer sehr viel Stille, damit man das tun konnte oder sich das vorstellen konnte, was da gerade jetzt irgendwie gefordert war in dieser Anleitung.

Vanessa Kunz (34:02)
Ja.

Das ist schwierig.

Sophie (34:19)
Und ich hab dann zwischendurch immer vergessen, dass da ja noch diese Stimme ist. Und lag da halt in dieser Stille, Stille, Stille und dann plötzlich redet plötzlich wieder jemand. Und ich sag mal so, Gott, scheiße. Bin ja immer noch in der Meditation, verdammt.

Vanessa Kunz (34:24)
Ja. Die …

Das reißt dich raus.

Kann ich gut verstehen. Ich,

ähm … Also, das hab ich auch manchmal. Was ich aber noch schlimmer finde, ist, wenn’s Affirmationen zum Beispiel geht und du sagst dir dann … Also, die Stimme sagt dann so jetzt, äh, keine Ahnung, sagt dir, ich bin mutig, und wiederholt das in deinem Kopf. dann ist halt so eine stille Phase. Und ich hab dann so mehrere Möglichkeiten. Entweder ich bin mutig, ich bin mutig, ich bin mutig, dann will ich auf keinen Fall vergessen, was ich sagen sollte.

Oder ich sag nur einmal, ich bin mutig. Und dann warte ich einfach und denk ist das das Ende der Meditation? Geht’s noch weiter? Was passiert? Oder denke über was komplett anderes nach. Oder ich vergesse schon während die Stimme das sagt, dass ich irgendwie mitmachen wollte und denke über komplett andere Sachen nach. Also ich glaube, Meditation ist auch einfach ein wilder Ritt, den man annehmen muss, wie er ist. Ansonsten funktioniert’s nicht.

Sophie (35:25)
Und für manche ist es vielleicht

auch trotz Übung und Hingabe ist es vielleicht trotzdem auch nicht das Richtige. Also ich habe in der Klinik auch so etwas wie progressive Muskelrelaxation gemacht. Das war immer etwas, was mir ein bisschen besser lag, weil man dann halt währenddessen was tut. Ich muss mir nichts irgendwas vorstellen, weder in meinem Kopf noch in meinem Körper, sondern ich muss mit meinem Körper effektiv was machen.

Vanessa Kunz (35:35)
Ja, nicht für jeden auf jeden Fall.

Ja.

Ja.

Sophie (35:54)
Und

das war irgendwie immer ein bisschen einfacher, als da einfach nur zu liegen und meinen Geist irgendwie irgendwo hin schweifen zu lassen.

Vanessa Kunz (36:02)
Ja, am schwierigsten ist, glaube ich, eine freie Meditation. Also sich irgendwo random hinzusetzen und zu sagen, ich meditiere jetzt. Ja gut, dann sitzt vielleicht der Körper still.

Sophie (36:07)
Ja.

Ja, nee,

das konnte ich gar nicht. Da haben ja auch Leute dann gesagt zu mir, ja, du musst das ja auch nicht mit Anleitung machen. Ja, das weiß ich schon. Das ich mich ja einfach random jetzt irgendwo hinsetzen könnte. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass ich da dann irgendwie zehn Minuten, eine Stunde irgendwie sitze und einfach so vor mich hin existiere, ist noch viel unwahrscheinlicher als…

Vanessa Kunz (36:38)
Ja.

Sophie (36:39)
Wenn ich halt jemanden habe, der mir sagt, jetzt stell dir halt das vor, oder das ist jetzt dein Gedanke, oder deine Arme werden schwer, oder was weiß ich was. Man unabhängig davon, wie gut ich darin bin, mir das vorzustellen. Aber das hält mich noch eher in dieser Situation und in dieser Anforderung, das zumindest zu versuchen, als wenn nichts von außen mich in irgendeiner Art und Weise dazu zwingt und ich das aus mir selber heraus da jetzt einfach rum sitzen soll.

Vanessa Kunz (36:48)
Ja.

Ja.

Sophie (37:08)
das ist noch schwieriger. Also dann lieber mit Anleitung und dann halt vielleicht die richtige Anleitung finden, die für einen halbwegs funktioniert. Ich gebe es noch nicht ganz auf.

Vanessa Kunz (37:08)
Ja.

Ja.

Ich glaube schon, ich finde auch Meditation ist sehr oft so sehr eng gefasst. Und da gibt es wahrscheinlich Definitionen, die genau sagen, was ist Meditation. Aber man kann ja auch Dinge machen, die meditativ Also immer wieder die gleichen Bewegungen, sowas wie häkeln oder stricken, wenn du das gut kannst und immer wieder das Gleiche machst, kann das ja auch meditativ wirken.

Oder einen Spaziergang im Wald, wo es ruhig ist, wo man jetzt vielleicht nicht gerade Musik, Kopfhörer mit irgendwas hat. Es kann natürlich auch meditativ sein und ich glaube da gilt es vor allem mit so einem aufgeweckten Hirn, dass man sich da so bisschen durchwurschtet und guckt, was eigentlich gut passt und was ja nicht.

Dann würde ich sagen, ein paar Facts zum Den Titel haben wir am Anfang schon mal gesagt. Das Buch heißt ADHS Was ist das Und wir haben… Was ist denn das eigentlich? Entschuldigung, das ist nicht meinen Sprachgebrauch. Was ist denn das eigentlich? Und es ist geschrieben von Hanna Schmidtpott und Slinga Illustration.

Sophie (38:07)
ist ein

Hahaha!

Vanessa Kunz (38:21)
Das bekommt ihr auch über den Shop von Slinga, ist natürlich auch wieder verlinkt.

Sophie (38:26)
Und ich glaube sogar auch nur über diesen Shop.

Vanessa Kunz (38:29)
Genau, weil das ihr

Verlag ist, wenn ich das richtig Also, es heißt zumindest …

Sophie (38:33)
nicht im regulären Buchhandel

bestellbar oder sowas, wenn dann muss es über diesen

Vanessa Kunz (38:36)
Genau.

Und es kostet 18 … Nee, ich hab’s noch nicht gesagt. Es kostet 18 Euro, richtet sich an Erwachsene, ist eher Sachbuch, Und ist eben von Betroffenen für Betroffene. Und ich würde aber auch sagen, Angehörige, die sich bisschen wissenschaftlicher beschäftigen wollen damit, sind da eigentlich auch gut mitberaten.

Sophie (38:37)
und kostet

Vanessa Kunz (38:58)
ihr findet natürlich alle Links wieder unten in der Beschreibung. Auch zu den Shops und Instagram-Accounts von den

Ich finde, ist ein wirklich cooles Buch zum Einstieg.

Sophie (39:08)
Ja, auf jeden Fall. Wenn man schon super Experte fürs Thema ist, Experte, Expertin, dann wird man darin nicht viel Neues finden. Aber so als Einstieg oder eben für Leute, die davon noch nicht so eine Ahnung haben oder vielleicht auch, wenn man es eben Angehörigen schenken will, die noch nicht richtig eine Vorstellung davon haben, was das überhaupt bedeutet und die vielleicht immer noch glauben, rennt irgendwie am Tag zitzwanzigmal um Tisch oder so und das ist ADHS.

Vanessa Kunz (39:10)
Komm, einem Föhn.

Ja.

So ist es doch,

Sophie (39:35)
dann

kann das auf jeden Fall auch hilfreich sein für eben nicht Betroffene, die offen dafür sind, natürlich, Voraussetzung, sich ein bisschen mehr damit zu beschäftigen, was das auch bedeutet. Ich will nicht ausschließen, dass es ADS ergibt, die 20 mal den Tisch laufen am Tag. Aber das ist halt jetzt nicht die Regel oder nicht die einzige Erscheinungsform.

Vanessa Kunz (39:49)
Ja, das stimmt.

Ja.

Sophie (40:04)
die ADHS so annehmen kann.

Vanessa Kunz (40:06)
Genau. Nee, also ich finde auch … Man kann es, glaub ich, auch gut verschenken oder verleihen vielleicht auch, wenn man es jetzt selber kauft und in der Familie verleihen möchte. Das geht alles ganz gut. Und es ist jetzt auch nicht so riesig umfangreich, dass man da drei Wochen dran sitzen würde, sondern auch kurzweilig geschrieben.

Sophie (40:19)
Nee. Nee, ist es echt dünn.

Ich sag nicht mal 100 Seiten.

Wenn man das Literaturverzeichnis noch abzieht, dann sind es 85 Seiten. Also das ist übersichtlich. Eigentlich die Beschichtung von dem Buch finde ich ein bisschen weird. Ich weiß nicht, ob dir das auch aufgewirkt… Aber wenn ich es in die Hand… Also es ist nicht so, dass ich es super eklig finde, aber es ist so eine Beschichtung, wo ich denke so… hm… weiß ich nicht, ob ich das so gemacht hätte. Aber das ist jetzt mein sensorisches Problem.

Vanessa Kunz (40:26)
Ja.

Also…

Es ist auch nicht für Autisten gemacht, möchte ich jetzt mal ganz kurz sagen. Okay, es geht ADHS. Aber du hast schon recht, es ist nicht so richtig glatt, aber auch nicht so richtig rau und es ist nicht mal Kritik.

Sophie (40:53)
Ja.

Ja.

Nee, finde es ist alles so, dass

es klebrig ist irgendwie auch. Also es klebt nicht wirklich. Also man kann es nicht beschreiben. Bestellt das Buch und fasst es an. Und dann sagt, wie es so

Vanessa Kunz (41:08)
Ja.

Aber ich finde tatsächlich auch, dass die Seitendicke sehr angenehm ist. Also ich finde das Papier ist ein bisschen dicker als man es so gewohnt ist. Und das ist vielleicht auch im Zusammenhang mit Ader Eslan ganz gut. Es ist robust und Aber du hast schon recht, es ist ein bisschen anders als man es gewohnt ist von Büchern.

Sophie (41:19)
Ja, das stimmt.

Ja, könnte vielleicht je nachdem, wie sensorisch empfindlich man ist und worauf, ein bisschen Irritationen auslösen, aber vielleicht auch überhaupt gar nicht. Es ist so individuell. es war für mich jetzt aushaltbar. Aber was ich mal angesprochen haben wollte…

Vanessa Kunz (41:50)
Man

kann es ja auch auf den Tisch legen und einfach nur umblättern oder so. Also es gibt Möglichkeiten. Ja stimmt, geht auch.

Sophie (41:58)
oder sich eine Höhle drum machen.

Vanessa Kunz (42:02)
Das waren unsere Gedanken zum Buch ADHS. ist denn das Wie schon mal erwähnt, die Informationen zum Buch sind in der Beschreibung. Genauso wie die Links von Sophie und auch meine Social Media Links und so Wenn ihr da mal schauen wollt, folgen wollt, was auch immer, freuen wir uns Genauso freue ich mich über eine Bewertung.

den Podcast oder ein Follow beim Podcast, damit ihr immer direkt die neuen Folgen

Falls ihr es noch nicht gehört habt, gibt es schon eine Folge mit Sophie über ein Buch über Autismus. Das könnt ihr euch sehr gerne anhören.

inklusive einem Gewinnspiegel.

Danke fürs Zuhören und bis zur nächsten Folge.

Podcast anhören

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