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Self Care im Alltag (ohne Druck) #35

Inhaltsverzeichnis

„Self Care“ erschafft in meinem Kopf ein sehr konkretes Bild: Duftkerzen stehen um eine Badewanne, ein Buch liegt neben einer dampfenden Tasse Tee, vielleicht dazu eine Gesichtsmaske und „pure Entspannung“. Aber genau das funktioniert für mich mit ADHS und Autismus überhaupt nicht.

Deshalb erkläre ich meine Definition von Self Care, wie ich es schaffe nicht durch Selbstoptimierung oder Perfektionismus aufzuhören und welche Dinge mir im Alltag helfen. Natürlich teile ich auch meine Strategien um überhaupt an Self Care zu denken und viele Ideen, die du ausprobieren kannst.

Meine Definition von Self Care

Self Care heißt Selbstfürsorge, also Zeit in mich zu investieren, um meinem Körper oder Geist etwas gutes zu tun. Aber es ist für mich keine weitere Aufgabe auf meiner To-Do-Liste, sondern jeden Tag essenziell um Überforderung zu reduzieren, mein Nervensystem zu regulieren und mir etwas gutes zu tun. Was genau ich dabei mache, kann jeden Tag unterschiedlich sein und bestimme ich individuell.

Perfektionismus und Effizienz

Bei allem was ich mache rutsche ich schnell in Perfektionismus. Ich möchte in meinem Alltag auch alles immer so effizient wie möglich machen. Das war für mich erstmal genau das Gegenteil von Self Care, weswegen ich es lange Zeit nicht priorisiert habe. Ich hatte den Anspruch, eine Morgenroutine voller Self Care zu machen, die 38 verschiedene Schritte beinhaltet. Das hat natürlich nicht geklappt. Daher versuche ich mittlerweile, jeden Tag eine Sache zu machen, die mir gut tut. Manchmal sind es nur 5 Minuten, manchmal eine Stunde, aber das zählt für mich nicht als mehr oder weniger „gut“. Für mich muss Self Care pragmatisch sein und ich schaue jeden Tag, was ich grade brauche.

Self Care Ideen

Ich habe ein paar Ideen gesammelt, wobei es natürlich unendlich viele Dinge gibt, die man machen kann. Vielleicht funktionieren davon nicht alle Ideen für dich, probier es einfach aus und schau, wie du dich damit fühlst. Für mich funktioniert nicht jeden Tag das selbe und einige Dinge auf dieser Liste sind bei mir auch mehr als ausbaufähig.

Körperliche Self Care

  • Genug Essen
  • Genug Trinken
  • Erholsam Schlafen
    (Falls du jetzt schon genervt von der Liste bist, sorry, aber das sind Basics die unser Körper braucht. Bei mir funktioniert vor allem Schlafen nicht so gut… aber es ist dennoch wichtig.)
  • Bewegungen wie schaukeln, ausschütteln
  • Tanzen
  • Spazieren gehen
  • Fahrrad fahren
  • Yoga oder Dehnen
  • Workout / Sport generell
  • Gesichtspflege
  • Haarpflege
  • Düfte (ich liebe Lavendel)
  • Akupressur Matte (diese hier habe ich https://amzn.to/4pVi8dW (*))
  • Bewusst die Sonne genießen
  • Noise Cancelling Kopfhörer (diese hier habe ich https://amzn.to/449C44a (*))
  • Dicke Pullover zum einmummeln anziehen (für mich am liebsten mit Kaputze)
  • Gewichtsdecke (diese hier habe ich, 7kg, 150×200 https://amzn.to/4pRawJg (*))
  • Wellness (Massagen, Sauna, Schwimmen, etc)

Psychische Self Care

  • Atemübungen / Meditation (geführt oder frei)
  • Journaling / Tagebuch schreiben
  • Natur wahrnehmen (mache ich am liebsten im Wald)
  • Weiterbildung (die einen wirklich interessiert)
  • Lesen
  • Freunde treffen
  • Hobbys (für mich z. B. Häkeln, Malen, Gaming)
  • Musik / Hörbuch / Podcast hören
  • Pausen in den Kalender eintragen
  • Termine absagen, die dir nicht gut tun
  • Hilfe annehmen (und nach hilfe fragen)
  • Therapie / Coaching (auch wenn es erstmal anstrengend sein kann)

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Erinnerungsstützen

Grade mit ADHS muss ich mein Gehirn immer etwas austricksen, damit ich an Dinge denke. Für Self Care gilt das besonders, weil diese grade dann wichtig ist, wenn es mir nicht gut geht. Daher kommen jetzt noch ein paar Tipps, wie ich es schaffe, täglich an Self Care zu denken und eine Sache zu machen.

Habit tracker

Aktuell nutze ich einen Habit Tracker, bei dem ich einige Dinge eingetragen habe, die ich regelmäßig machen möchte (z. B. Lesen, Spazieren / fahrrad fahren, Yoga / dehnen, Häkeln). Abends (manchmal auch erst am nächsten Tag) schaue ich dann, was ich so gemacht habe und hake das ab. Dadurch habe ich einen kleinen Überblick und habe festgestellt, dass ich fast jeden Tag mindestens eine Sache abhake, oft sogar mehr.

Motivation

Für mich sind Übergänge eine Herausforderung. Ich weiß, dass ich unglaublich gern im Wald fahrrad fahre, aber bis ich auf dem Fahrrad im Wald bin, ist es super anstrengend. Daher stelle ich mir, sobald es schwierig wird, schon vor wie es im Wald sein wird. Das hilft, alles anstrengende (Sachen zusammen suchen, umziehen, Fahrrad holen, usw) durchzustehen und zu machen, auch wenn sie in dem Moment super nervig sind. Und wenn ich dann im Wald bin, will ich meistens gar nicht wieder raus.

Visuelle Erinnerungen

Mir helfen visuelle Reize sehr, mich an Dinge zu erinnern. Daher liegt mein Notizbuch immer geöffnet auf meinem Schreibtisch, mein trinken steht immer in meiner Sichtweise und Medikamente ebenfalls. Viel unordnung nervt mich aber auch, daher nutze ich manchmal Klebezettel um mich an Dinge zu erinnern. Am besten Funktioniert das genau da, wo ich die Sache erledigen muss (z. B. bei Skincare im Bad).

Sei sanft mit dir selbst.

Ich verurteile mich nicht (mehr), wenn ich einen Tag nicht lese oder keinerlei zusätzliche Bewegung zum normalen Alltag hatte. Nicht jeder Tag ist ein perfekter Tag und das muss auch gar nicht das Ziel sein. Ich versuche mir etwas gutes zu tun. Und wenn das außerhalb von meinem Habit Tracker liegt, weil ich einfach nur auf der Couch liegen will, dann mache ich das. Meist wirds dann eh schnell langweilig und ich mache doch wieder was anderes. Self Care ist für mich pragmatisch und eine kleine machbare Sache ist für mich im Alltag gut umsetzbar.

Vielleicht hast du ja Lust, eine kleine, wirklich machbare Sache auszuprobieren. Nicht mit dem Anspruch, dass es Tag 1 von „für immer“ wird, sondern einfach mal ausprobieren, ob dir etwas gut tut oder nicht.

Zur Podcast Folge

Dieser Beitrag gehört zur Podcast-Folge #35. Hör dir die Folge gern an, um noch mehr über meine Gedanken zum Thema Self Care zu erfahren und alle Tipps zu hören:

Kapitelmarken zur Folge

00:00 Definitionen, Ziel
02:30 Körper Self Care
09:33 Psychische Self Care
13:04 Leistungsdruck, Perfektionismus
15:36 Integration im Alltag
23:06 Fazit und Outro

Transkript der Folge

Das Transkript der Folge wurde automatisch erstellt und kann daher Fehler enthalten.

Vanessa Kunz
Hallo und willkommen zu einer neuen Folge vom Neurodino Podcast. In dieser Folge geht es

warum ich denke, dass es eigentlich ein sehr wichtiges Thema ist. Aber früher habe ich das auch ein bisschen anders gesehen. Von daher sprechen wir einfach mal Was ist überhaupt Self-Care und wie definiert man Self-Care? Vielleicht auch für sich selber? Also eigentlich heißt Self-Care einfach nur Selbstfürsorge

Man investiert Zeit in sich selber, ob das jetzt körperlich ist, geistig ist, emotional, egal auf welchen Ebenen. Es geht darum, dass man sich darum kümmert, dass es einem gut geht und sich Pausen Aber das Ganze soll nicht als eine weitere Aufgabe auf der To-Do-Liste enden, sondern als etwas, das man tatsächlich für sich selber tut. Und das finde ich schon sehr, sehr schwierig.

Es geht also nicht ⁓ Selbstoptimierung, ⁓ Produktivitätssteigerung, ⁓ Belohnung, weil ich jetzt heute so einen tollen Tag hatte, gönne ich mir Self Care, sondern es geht eher darum, dass man gezielt versucht, seine Überforderung zu reduzieren, dass man sein Nervensystem reguliert und eben für Sorge, für sich selbst priorisiert. Das ist glaube ich so das.

Und zu versuchen, das eben wirklich nicht mit Produktivität und Effizienz zu verbinden. Also nicht einen Tag im Monat 100 % Self-Care zu machen, sondern lieber jeden Tag oder alle zwei Tage sich etwas Gutes zu tun. Das ist, ich, das Konzept ist etwas, was mir hilft, mich…

Stabiler zu fühlen oder mich selbst besser zu fühlen, dass es mir besser geht. Und ⁓ mich selbst mehr zu fühlen, ⁓ mehr ich selbst sein zu

Das ist aber alles super individuell. ich würde sagen, schon alleine die Definition ist individuell. Je nachdem, was man eben braucht in seinem Leben, was man sich wünscht. Und die Dinge, die ich vorstellen werde, die ich so mache in meinem Alltag, können andere Leute auch mega stressig finden oder mega langweilig finden. gleichgültig finden. Also es muss nicht sein, dass jetzt jeder sagt, ja, diese Ideen möchte ich unbedingt umsetzen.

Also erstmal so generell, was kann überhaupt Self-Care sein oder was mache ich als Für mich muss Self-Care nicht perfekt sein oder Instagrammable. Ich gehe nicht baden und mache mir Duftkerzen um die Badewanne. Das ist so das typische Bild, was ich im Kopf habe, wenn ich an Self-Care denke. Ich finde baden furchtbar. Ich finde das so langweilig.

Nee, es geht nicht. Für mich muss Self-Care eher funktional sein oder pragmatisch sein, sodass ich merke, dass es mir gut tut. Und das kann halt auf verschiedenste Weise passieren. Also jetzt mal ganz grundlegend, wenn wir über körperliche Self-Care reden, genug zu essen und zu trinken, ausreichend zu schlafen und auch gut zu schlafen. Das sind schon Sachen, die ich als Self-Care…

betiteln würde, die ich irgendwie versuche in meinem Alltag hinzukriegen. Genug trinken schaffe ich eigentlich echt mittlerweile sehr Genug essen meistens. Ausreichend gut schlafen ist etwas, was wirklich noch ausbaufähig Wo ich auch merke, was mir wirklich hilft, ja auch meinem Körper gut tut, ist Bewegung.

Und da rede ich jetzt nicht unbedingt von großen Fahrradtouren, aber schon im kleinen. Also Bewegungen, die mir helfen, mich besser zu fühlen. Zum Beispiel so Schaukelbewegungen. In einer Schaukel sitzen. Mich ausschütteln, meine Arme ausschütteln, meine Beine Tanzen wäre auch so was, was eine körperliche Bewegung ist, die irgendwas auslöst, die was macht. Oder gehen, einfach spazieren. Was auch immer.

Also das ist quasi so ja schon das kleinstmögliche an Spazieren ist jetzt schon was größeres, aber kleine Bewegungen, die mir schon helfen.

Und wenn ich einfach mehr Gutes mir selbst tun will, wenn es mehr sein darf, dann gucke ich, was kann ich für Sport machen. Vielleicht Yoga machen. Ich gucke dann einfach auf YouTube nach einer Yoga-Routine, nach einem Yoga-Video. Oder nach einem Workout-Video. Oder mal Dehnen, Strecken, so eine Mobility-Routine. Auch da gucke ich auf YouTube einfach ein Video und mach das dann mit.

oder ich fahre Fahrrad, das tut mir halt extrem gut, wenn ich durch den Wald fahren kann.

Selfcare kann aber auch zum Beispiel eine Gesichtsmaske sein. Also generell Hautpflege, Haare pflegen, sowas. kann auch Selfcare sein. Weil es ist auch irgendwie was man vielleicht nicht immer macht, sondern ja, was man macht, wenn man denkt, Mist, jetzt muss ich es mal wieder machen, aber es tut einem selber ja schon gut.

genauso wie so Düfte. Ich benutze sehr sehr gern Lavendelduft in so einem

Luftbefeuchterding da bitte immer wenn ihr sowas macht gucken dass die Düfte dafür geeignet sind und auch der Luftbefeuchter dafür geeignet ist.

Ich glaube, wenn man nach Self-Care googelt und nach Angeboten, findet man als erstes Wellness, Sauna, Massagen, Entschleunigung irgendwo in den Bergen. Und ich muss sagen, also Massagen finde ich gut, finde ich auch angenehm. Sauna finde ich auch gut, glaube ich. Ist hart an der Grenze zu langweilig. Aber insgesamt eher gutes Konzept für mich.

Aber so Wellneshotels, wo man einfach nur rumliegt, damit kann ich nicht so viel anfangen. Also das wäre für mich keine gute Self-Care, weil ich da nichts mit mir anfangen kann. Das heißt aber nicht, dass es nicht für andere Leute perfekt ist.

Mir fällt es total schwer, einfach nur auf einer Liege zu liegen, weil meine Gedanken dann so Chaos sind und so viel Gas geben, dass ich nicht da liegen möchte. Was ich aber gut kann, ist zum Beispiel auf einer Akkupressur-Matte liegen, weil da habe ich halt so haptisches Feedback. Also ich spüre irgendwas und muss mich vielleicht auch konzentrieren, damit ich nicht wieder runterspringen möchte. Das tut mir dann auch gut.

auch wenn es eine Überwindung ist, das zu machen. Ich habe so ein Set aus einer Akkupressur-Matte, einem Kopfteil, Nackenteil und ein paar.

Igelbällen, das kann ich mal Das habe ich aber auch schon ewig, also es gibt vielleicht auch schon bessere, weiß ich nicht, aber das benutze ich ganz gerne. Ich lege mir das auf die Couch, lege mich dann da drauf oder stelle mich teilweise auch ein bisschen da drauf und kann halt vor allem auf der Couch selber regulieren, wie viel Druck wo sein soll. Das hilft mir schon sehr.

Ich finde in meiner Definition ist aber auch so was wie einfach nur die Sonnenstrahlen genießen, schon Self-Care. Also mal wirklich bewusst das Gesicht in die Sonne halten und sich einfach nur diesen Moment zu nehmen und das zu genießen. Das ist Self-Care. Wenn man das im Alltag meistens eher nicht machen würde und wenn man sich den Moment nimmt, dann ist das ein Moment für sich und Selbstversorge durch und durch.

Wenn man so an sensorische Sachen denkt, ich, dann gehört zu Self-Care Noise Cancelling. Also Noise-Cancelling-Kopfhörer sind da super Für mich ist auch eine Kapuze und ein dicker Pullover irgendwie immer Self-Care. Wenn ich mich so einmummeln kann in den Pullover, die Kapuze aufsetzen kann, damit meine Haare nicht überall hinfliegen oder die mich einfach nicht stören, das finde ich total angenehm.

Und natürlich meine Gewichtsdecke. ist mittlerweile auch einfach eine Selfcare, die ich jeden Tag genieße. Also da drunter zu liegen beruhigt mich Druck von dem Gewicht der Decke tut mir extrem gut. Ich hab die schon mal erwähnt gehabt, aber ich kann die auch einfach nochmal Ich weiß gar nicht, wie lange ich die hab, ein paar Monate.

Aber sie tut mir sehr gut.

Bei dem Video zu den Geschenkideen habe ich glaube ich ausführlicher über die Decke geredet was ich gut und schlecht fand. Also wenn es jetzt jemanden interessiert, ich möchte nicht nochmal alles wiederholen, aber das ist in der Folge Folge mit drin.

Oder falls man die Folgen nicht noch mal anhören will, ist das Ganze auch im Blog noch mal zusammengefasst. Vanessa-Kunz.de Da gibt es ja immer die schriftlichen Zusammenfassungen der Folgen. Da kann man dann sowohl den Link finden, als auch noch mal durchlesen, was ich zu meiner Gewichtsdecke zu sagen habe.

Wir haben jetzt nur über körperliche Self-Care geredet. Es geht natürlich aber auch geistig, seelisch, psychisch, indem man Dinge macht, die einem guttun. Also ich glaube so der Klassiker, der jetzt jeder erwartet ist, Achtsamkeitsübungen, Atemübungen, Meditationen, Journaling, Tagebuch schreiben, in die Natur gehen. Das sind alles Sachen, einen

ein bisschen rausziehen aus den eigenen Was ich auch alles gut finde, das mache ich auch teilweise regelmäßig, teilweise nicht so regelmäßig. Aber was für mich auch Self-Care ist, ist zum Beispiel Weiterbildung. Dinge lernen, die mich interessieren. Lesen, weil mich ein Buch so richtig…

wirklich richtig spannend interessiert, dann ist es auch irgendwie Self-Care, das zu lesen, ganz unabhängig vom Thema des Also neue Informationen, neues Lernen, neues Machen, genauso wie Freund treffen, finde ich es auch eine Form von Self-Care. es sind ja auch Bedürfnisse, soziale Interaktionen, die man hat möchte. Von daher, erfinde ich, passt das in die Kategorie rein.

Für mich sind meine Hobbys auch irgendwie eine Form von Self-Care. Also kreative Hobbys, Häkeln, Malen, sowas. Da komm ich halt sehr schnell runter und lerne auch immer wieder neue Sachen. Und bin sehr im Moment. Das tut mir Aber genauso beim Gaming, also… Wenn ich irgendwelche Aufbauspiele spiele und dort immer mehr dazu lerne, neue Situationen habe und sowas, dann…

Ja, es ist auch eine Form von Self-Care, weil ich merke, dass ich da meine Energie wieder auflade und das mir einfach gut tut.

Selbstcare kann natürlich auch sein, einfach seine Lieblingsmusik zu hören, Hörbücher zu hören, Podcasts zu hören. Ich würde jetzt nicht sagen, dass das immer Selbstcare ist. Das kommt glaube ich sehr auf die Situation an. Aber wenn man dabei spazieren geht, zum Beispiel, ist das für mich in meinem Wertesystem 100 % Selfcare. Wenn man natürlich Auto fährt und dabei Musik hört oder Podcasts hört, das, finde ich, ein bisschen schwieriger zu sagen.

Ja, finde, Autofahren ist nicht unbedingt was, was so entspannend ist, wenn man selber fährt.

oder auch im Haushalt Dinge zu machen. Und dabei dann Podcasts zu hören oder sowas, das würde ich nicht unbedingt da rein zählen. Aber das kann halt auch jeder für sich Wenn ich jetzt Hausarbeit mache und die tut mir nicht gut und wenn ich dabei Podcasts höre, tut sie mir gut, dann würde ich sagen, es ist Self-Care. Wenn sie mir aber trotzdem nicht gut tut, aber ich höre halt dabei Podcasts. Ja, dann…

tut’s mir nicht gut.

Was auch Self-Care sein kann, ist, dass man sich selber Pausen in seinem Kalender einträgt. Und zwar bevor es zu viel wird. Also vorher, bevor alle Termine drin sind, schon zu sagen, hier brauche ich Pausen. Oder gerade, wenn die ersten Termine reinkommen, zu sagen, hier kommen Pausen rein. Self-Care ist aber auch, Termine abzusagen. Oder Hilfe anzunehmen, nach Hilfe zu fragen.

Gefühle in der Therapie zuzulassen oder auch zu verarbeiten. Therapie generell ist Self Care, wenn man mal ehrlich ist.

Ich glaube, gibt viele Dinge, die Self-Care sind, die im ersten Moment anstrengend sind. Also auch was Neues auszuprobieren ist nicht von vorneherein super cool, sondern es kann auch anstrengend sein. Genauso wie Therapien oder auch Coachings kann alles total anstrengend sein am Anfang. Aber es hilft halt langfristig. Und das ist, glaube ich, auch was, worauf man so bisschen achten muss.

dass man nicht alles aus seinem Leben wirft, was gerade im Moment nicht gut tut, sondern guckt, okay, hat das langfristig vielleicht auch einen guten positiven Effekt.

Ich habe jetzt schon einige Sachen gesagt, die ich so mache, die mir guttun. Da könnte man jetzt denken. Ich finde Selfcare super und das hat schon immer super funktioniert. Ich bin die Beste im Selfcare machen. Nein, auf gar keinen Fall. Also früher war das immer so, dass ich die perfekte Routine haben wollte und

Perfektion in Self-Care gesucht habe. Ich wollte direkt morgens eine Morgenroutine, die 38 Schritte, die mir alle gut tun sollen, beinhaltet. Keine Ahnung, dass schon mit Gesichtspflege anfangen morgens und was weiß ich, was ich da alles machen wollte. Aber es war halt dann einfach viel zu viel und ich habe das überhaupt nicht umgesetzt bekommen. Genauso wie so eine perfekte Abendroutine.

funktioniert für mich nicht, ich einfach müde bin und dann muss ich ins Bett. Ich kann keine 36-Schritte-Abendroutine machen, aber ich kann gucken, kann ich die Schritte vorher schon machen, bevor ich wirklich ins Bett gehe und nicht erst, wenn ich schon müde bin und keinen Bock mehr habe.

Also früher war es wirklich so perfektionistisch und heute versuche ich eher zu reflektieren und zu gucken, was brauche ich gerade. Und ich versuche manchmal auch verschiedene Sachen, bis ich was finde, was mir Ich habe jetzt mittlerweile einen Habit Tracker, wo ich das so bisschen tracke, einfach abhacke und wo ich jetzt aber auch gemerkt habe über einen längeren Zeitraum

Ich mache mindestens eine Sache am Tag, die mir gut tut. Meistens lese ich, dann kommt vielleicht noch Fahrradfahren dazu, ab und zu Dehnen, ab und zu Skincare. es passiert immer irgendwas an meinem Tag, was mir gut tut. Und das fokussiere ich jetzt aber durch den Habit-Tracker.

Und das ist jetzt auch schon bisschen der Übergang zu den Tipps, wie ich daran denke, das zu machen. Also der Habit Tracker, der hilft mir. Da habe ich einfach nur verschiedene Sachen von denen ich mir wünsche, dass ich sie regelmäßig mache, weil ich weiß, dass sie mir gut tun. Und dann hake ich das einfach ab, wenn ich es an dem Tag gemacht habe. Das ist ein bisschen eine Herausforderung, weil ich oft…

an dieses perfektionistische dann wieder rankomme, weil der Habit Tracker halt auch so, ja so eine Spalt hat, er dann sagt, ja du hast jetzt acht von zwölf Dingen abgehakt. Was mit den anderen vier? Aber da versuche ich mich nicht zu sehr reinzusteigern, sondern halt wirklich zu fokussieren, dass ich das tue, was mir gut tut und es ist eben nicht an einem Tag spazieren gehen, Fahrrad fahren, dehnen und ein Workout.

sondern eins davon.

Ich erlaube mir so ein bisschen einfach, dass nicht alles an einem Tag sein muss, dass nicht alles immer klappen muss und dass ein Tag, selbst wenn ich gar Häkchen setzen könnte, dass trotzdem okay ist. Also das ist so bisschen das, ich gerade dadurch lerne.

Bei mir ist es oft so, dass ich sehr motiviert bin für solche Sachen, wenn ich was Neues habe. Also ich hatte eine Zeit lang neue Gesichtscreme und hab da so bisschen Sachen ausprobiert und es hat mich dann motiviert, einfach mehrere Monate lang jeden Tag zu machen. Mittlerweile nicht mehr, aber das war eine sehr gute Zeit für meine Haut.

Beim Lesen zum Beispiel, wenn ich jetzt ein Buch, aktuell zum Beispiel lese ich ein Buch, was mich fesselt. Ich finde es einfach total spannend und ich muss mich immer zwingen aufzuhören. Weil sonst lese ich den ganzen Tag. Und das ist natürlich einfacher, aber am Anfang musste ich erstmal in das Buch reinkommen. Und das hat Zeit gedauert. Aber da habe ich mir keinen Druck gemacht. Sondern es war einfach so, hey ich lese solange ich lesen möchte. Wenn ich nicht mehr lesen möchte, lese ich nicht mehr. Es ist okay.

Und ähnlich ist es beim Fahrradfahren, also wenn ich im Wald bin und Fahrrad fahre, dann macht mir das so viel Spaß, ich will nicht mehr raus aus dem Wald. Ich möchte dann nicht mehr raus. Aber bis ich mal im Wald bin, ist es für mich ultra nervig. Also ich muss echt sagen, ich hier ein großes Problem mit Übergängen habe. Ich glaube, das fasst das ganz gut zusammen und das

bis ich mal im Wald bin, also nicht mal auf die Strecke bezogen Fahrzeit sind vielleicht 5 Minuten bis ich wirklich im Wald bin aber bis ich mich fertig gemacht habe und bei meinem Fahrrad bin und dann losfahre das ist der nervige anstrengende Part

Und das weiß ich. Deshalb motiviere ich mich aber damit, weil ich eben auch dann weiß, okay, wenn ich im Wald bin, ist es besser. Wenn ich im Wald bin, habe ich Spaß. Wenn ich im Wald bin, will ich nicht mehr aus dem Wald raus. Und mit den Gedanken schaffe ich es dann, mich zu motivieren, bis ich eben dort bin.

Es klappt aber auch wirklich nur, wenn es so positiv ist, wie für mich das Fahrradfahren. Bei anderen Sachen hilft mir total, das zu visualisieren. Also zum Beispiel mit so einem Habit Tracker. Man kann es auch durch Zettel zum Beispiel machen. Man kann sich Notizzettel irgendwo hin kleben, die einen an eine bestimmte Sache erinnern. wie so ein Vision Board Einfach mal Dinge ausdrucken, die einem guttun.

Also zum Beispiel ein Bild von Skincare. Oder ein Bild vom Fahrradfahren. Oder ein Bild von Büchern. Ein Bild von Wassertrinken. Ein Bild von genug Essen. Solche Sachen. Und dann jeden Tag zu sehen, okay, das sind die Dinge, die mir gut tun. Was kann ich da von gerade machen? Kann ich da von heute irgendwas machen?

Also wirklich visuell die Dinge zu sehen, hilft mir Genauso sehe ich immer meinen Fahrradhelm, weil er hier rumliegt oder meine Wasserflasche und trinke deshalb genug. Aber die müssen in meinem Blickfeld sein, damit ich sie wirklich wahrnehme.

Und was auch immer helfen kann, ist so Routinen an schon bestehende Sachen anzuknüpfen. Also wenn ich jetzt zum Beispiel sage, ich möchte mehr Skincare machen, ich möchte das wieder einfach aufleben lassen, dann könnte ich schauen, wo in meinem Alltag besteht schon eine Routine, an die das angeknüpft werden kann. Also zum Beispiel könnte ich mir überlegen, was mache ich morgens automatisch. Also aufstehen, irgendwie ins Bad gehen, ist da ein Punkt

an dem ich anknüpfen kann, ⁓ dann Skincare zu machen. Sei es jetzt nur mal das Gesicht abzuwaschen und zu testen, ob das funktioniert oder nicht.

Weil einfach so eine neue Routine quasi aus dem Nichts zu erschaffen ist, finde ich viel viel schwieriger als schon an eine Aufgabe, die man automatisch macht, das dann dran zu hängen. Wenn man dann morgens zum Beispiel im Bad ist und da steht schon das passende Produkt, das Gesicht sauber zu machen, dann wird es wahrscheinlich einfacher, als wenn man es im geschlossenen Schrank hat. Oder wenn da ein Zettel klebt und den liest man morgens als erstes, hilft es vielleicht auch.

An der Stelle möchte ich noch bisschen darauf hinweisen, das Konzept von Gentle Parenting, also mit seinen Kindern in der sanft umzugehen, nett zu sein, empathisch zu sein, nichts erzwingen zu wollen, ist glaube ich die grobe Ich versuche…

zu akzeptieren, dass ich einfach Tage habe, wo ich nichts davon hinkriege, wo ich keine Energie dafür habe, wo ich vielleicht auch genervt bin und das nicht machen will. Und es ist okay, weil es nur meistens ein Tag da nett zu mir selber zu sein, mich nicht zu verurteilen, mir das nicht erzwingen zu wollen, das nimmt mir sehr viel Druck.

weil ich das Gefühl habe, wenn ich jeden Tag ein bisschen was mache für mich, mein Wohlbefinden, dann ist es viel viel besser, als nur einmal im Monat so eine perfekte Routine auszuprobieren und es dann nicht mehr zu machen.

Und ich muss auch sagen, ich rede da jetzt drüber in einem Prozess, der für mich schon relativ weit fortgeschritten ist. Also ich hab am Anfang gelesen, weil ich krank war und das Lesen ist einfach in meinen gesunden Alltag wieder mit reingekommen.

Also ich fange nicht an und will plötzlich alles ändern, fahr Fahrrad und so weiter, sondern es ist meistens nur eine einzige Sache, die ich neu machen Eine machbare Und wenn es nur ist, dass ich mein Gesicht wasche, dann ist es nur das. ist okay. Es muss nicht riesig sein. Weil Self-Care für mich eine Priorität ist auf jeden Fall, aber nicht…

ein perfektes System beinhaltet. Es ist wichtig, aber es ist nicht so schlimm, dass ich mich dafür verurteilen muss oder fertig machen muss, wenn ich es vergesse. So wichtig ist es nicht. Wenn mein Tag so schön war, dass ich nicht lesen will, weil es war alles so schön, es war aufregend, ich hatte so viel Abenteuer, ich musste gar nicht noch Fahrrad fahren, dann ist es doch auch schön. Dann passt es doch.

Vielleicht kannst du dir eine einzige Sache überlegen, die du heute für dich machen kannst. Egal ob das was seelisches ist oder was körperliches. Egal in welcher Form. Vielleicht gibt es nur eine Sache, die sich machbar anfühlt und die du einfach ausprobieren kannst.

Nicht mit dem Anspruch, perfekte Self-Care für immer, sondern einfach nur heute einmal ausprobieren und gucken, was mit dir macht.

Wenn dir die Folge gefallen hat, dann freue ich mich natürlich wie immer über eine Bewertung und wenn du dem Podcast folgst. Du darfst natürlich auch sehr gerne die Folge weiterschicken an deine Freunde, Familie oder Bekannte, an Leute, die ihre Self-Care auch bisschen priorisieren dürfen, weil sie nette Menschen sind.

Auf meiner Webseite Vanessa-Kunz.de findest du Infos über mich, zu meinem Coachingangebot und meinem Newsletter, der ist kostenlos. Und da findest du auch den Blog.

bei dem du noch mal links nachgucken kannst, also von den Dingen, ich gesagt habe, dass ich sie verlinke, das findest du dort. Genauso wie die Zusammenfassungen von den Folgen.

Du kannst den Podcast über Kofi unterstützen. ist eine Plattform, wo man ja eigentlich einen Kaffee ausgibt, aber ich trinke halt keinen Kaffee. Deshalb habe ich dort das Wördingen dazu Spaß getränkt. na ja, man sieht es, wenn man auf der Seite ist. Es ist einfach eine Plattform für Spenden ab einem Euro. Wenn du sagst, du hörst den Podcast gerne und möchtest es finanziell unterstützen, dann kannst du das sehr gerne tun. Ich freue mich da sehr drüber.

und das hilft mir natürlich auch sehr weiter. Und ansonsten folgt natürlich auch sehr gerne meinem Instagram-Kanal für weitere Einblicke, was so bei mir abgeht, hinter die Kulissen. Das klingt immer so mystisch, aber eigentlich fühlt es sich nicht mystisch an. Es ist einfach mein Ich danke dir fürs Wir hören uns in der nächsten Folge wieder. Bis dann.

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